Zu unrecht gescholten wird viel zu oft das Militär, hat es doch Einrichtungen geschaffen,  die von einer Profunden Kenntnis der menschlichen Schwäche zeugen. Prämisse allen militärischen Denkens ist, daß der Mensch – zumal der männliche – von Natur aus ein widerliches Dreckschwein sei. Wer möchte dem Widersprechen? Die Anwort des Militärs auf diese Naturbegebenheit ist allerdings nicht die Förderung der Herzensbildung beim Probanden sondern die Feldjägerei, eine Truppe primitiver Schläger, die den Lümmeln eins auf die Omme haut, wenn sie über die Stränge schlagen. Nun – der Humanist mag diese Form der Pädagogik verurteilen, der Tourist hingegen, der schon mal seinen Urlaub in der Fremde inmitten einer Kolonie Landsleute verbracht hat, sehnt sich geradzu nach einem deutschen Feldjägerposten an fremden Gestaden.
Wenn in spanischen Gaststätten namens  „Hofbräuhaus“ oder „Düsseldorfer Altstadt“ zu Weizenbier und deutschen Gruß der Teutone schwelgt, heissa, wie nett wäre es doch, wenn zu vorgerückter Stunde eine Wagenladung Feldjäger die Bude stürmte und die johlenden Schnitzelboliden so vermöbelte, wie sie es in ihren Reden einige Minuten vorher noch dem Kurden und Juden an den Hals wünschten. Um die polternde Plattfüßigkeit der temporären Auslandsdeutschen ein wenig zu deckeln, wünschte ich mir regelmäßige Razzien in den Hochburgen des TUI-Imperiums. Wenn sie wieder mit dem Charterjets der Legion Condor nach Spanien fliegen, um – dem Reihenhaus entflohen – die Sau rauszulassen.
Doch leider wird daraus wohl nichts werden, der Verteidigungsminister von Guttenberg will die Wehrpflicht abschaffen und eine reine Berufsarmee mit minimaler Besetzung installieren. So entfällt die neue gesellschaftliche Afgabe der Bundeswehr als wohlgeordnete Besatzungsmacht nach Ende des kalten Krieges in fremden Gefilden aufzutreten um ihren friedensfördernden Auftrag zu erfüllen.
So bleibt sie im eigenem Lande, lernt keine Urlaubsorte wie Alcatraz oder Robben Island kennen, auch Angesicht leerer Staatskassen können nicht die abgeschotteten Gefangenenlager in der Domenikanischen Republik besichtigt werden.
So sehe ich für die Bundeswehr keine Zukunft, und es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis diese komplett abgeschaftt wird, und damit dies nicht so lange dauert geht Guttenberg mit gutem Beispiel vorran und schafft schon mal das Verteidigungsministerium ab. Oder doch nicht?