Hallo, liebe Schwulen und Lesben, meint ihr nicht auch, allmählich reicht es? Muß man eigentlich mit ausgeschnittener Arschklappe in der Öffentlichkeit rumrennen, sich am Piephahn ziepen und seine ganze Person zwischendurch auf das Stadium eines Dreijährigen reduzieren: pipi, kaka, fikifiki? Oder kann man auch mal erwachsen werden?
Dabei will der Bundestag jetzt helfen, die Regenbogenfahne soll jetzt nur noch an Feiertagen für Homosexuelle gehisst werden und Berlin soll nicht mehr Hauptstadt der Popophilie sein., auch soll der Christopher-Street-Day aufgrund der Möglichkeit der Beleidigung einer Religion verboten werden.
Der immense Vorteil der Heterosexualität ist ja, dass man sich nicht darüber definieren muss. Mir ist es völlig egal, ob mein Friseur oder Gastwirt so oder andersherum ist. Ich kaufe auch meine Winterreifen nicht beim Hetero-Reifenhändler, sondern bei irgendeinem Reifenhändler auch geh ich nicht zur Hetero-Petiküre.
Und wenn ich häufiger mit Heteros als mit Schwulen und Lesben meine Zeit verbringe, so liegt es zum einem daran, dass es mehr Heteros als Schwule und Lesben gibt, und zum zweiten, dass der Homosexuelle lieber mit Homosexuellen zusammen ist. So, und genau deshalb nennt man uns Heteros die Normalen: Nicht weil das besser ist, sondern weil wir uns trotz der angeborenen Abartigkeit nicht in erster Linie als Richtigrumme begreifen.Wir outen auch keine anderen Normalen, wir outen ja noch nicht mal Schwule und Lesben, weil es uns nämlich völlig egal ist, wie rum jemand ist.
Schwule und Lesben gehen uns, wie alle anderen am Arsch vorbei. Schwule und Lesben sind sind eben genauso bescheuert wie alle anderen auch, die sind nix Besonderes, das ist die bittere Wahrheit.
Also hört endlich auf euch in der Öffentlichkeit als Homosexuelle, mit Handtäschen von „Gays R‘ us“, zu präsentieren, das würde uns alle weiterbringen, und wir würden euch alle noch viel mehr mögen.