An einigen Berliner Brennpunktschulen wächst die Sorge über eine Diskriminierung deutschstämmiger Schüler durch Mitschüler mit Migrationshintergrund. Deutsche Schüler empfänden sich als „abgelehnte, provozierte, diskriminierte Minderheit“, beschreibt ein Kreuzberger Lehrer seine Erfahrungen. Andere Pädagogen sehen eher einen „politischen Extremismus“ am Werk, der nicht nur Deutsche, sondern alle Nichtmuslime treffe.
Vielfach wurden deutsche Schüler auch provozierend gefragt, was sie „hier“ wollten, das sei doch nicht ihre Schule. Auch hätten die deutschen Schüler zuweilen das Gefühl, dass sie aus der Schule gedrängt werden sollten. Auch Richter und Polizisten berichten über eine deutlich zunehmende Deutschenfeindlichkeit vor allem unter türkisch- und arabischstämmigen Jugendlichen.
Die Auseinandersetzungen scheinen auch eine Art Machtspiel zu sein; viele der nicht deutschen Schüler definieren sich selbst eben durch das Nichtdeutschsein.
Diese nichtdeutschen Jugendlichen wohnen in sozialen Brennpunkten, sind oft dem Prekariat zugehörig und leben isoliert. Auffällig ist dabei ein oft problematisches Deutschenbild. Vielfach werden Deutsche verachtet und Deutschland nur als Beutegesellschaft betrachtet, eine Integration abgelehnt.
Der aktuelle Integrationsbericht der Bundesregierung belegt, dass der Anteil deutscher Jugendlicher, die eine Ausbildung absolvieren, mehr als doppelt so hoch ist als bei den Immigranten. Die Arbeitslosigkeit ist bei den Immigranten doppelt so hoch wie bei der Gesamtbevölkerung.
Eine der Ursachen für diese Entwicklungen scheint ein Kulturkonflikt zwischen westlichen und aus dem traditionellen Islam herrührenden Vorstellungen zu sein. Der heutige Mehrheits-Islam hat eine rückwärtsgewandte Grundhaltung, denn sein gesellschaftliches Ideal ist die Zeit in Medina vor 1.400 Jahren.
Dass sich deutsche Schüler an den Rand gedrängt fühlen, war schon im Rahmen der Rütli-Debatte zu hören. Inzwischen wird die Diskussion allerdings auch außerhalb von Nord-Neukölln geführt, weil Lehrer immer häufiger Zeugen derartiger Mobbing-Fälle werden.
Das sieht auch die GEW-Spitze so. Die Vorsitzende Rose-Marie Seggelke berichtet von „sehr heftigen Reaktionen“, die der Artikel der Kreuzberger Lehrer ausgelöst habe. Das deutschenfeindliche Verhalten muslimischer Schüler an „bestimmten Schulen kann man nicht totschweigen“, sagt Gundacker, der vorher Hauptschulreferent der GEW war und in Tempelhof arbeitete.
Der grüne Bildungspolitiker Özcan Mutlu hat sich erst jüngst mit dem Thema „Deutschenfeindlichkeit“ beschäftigt. Anlass waren Vorfälle in Essen, die der WDR in einer Diskussion mit Mutlu aufgegriffen hatte.
(geschrieben von indexexpurgatorius)
Oktober 5, 2010 at 10:55 am
Das sind wieder mal alles nur Einzelfälle im lustigen Migrantenstadl.
Meint zumindest MS Nappo