Erst demonstrieren die Menschen in Griechenland gegen die Sparmaßnahmen, darunter auch die Erhöhung des Renteneintrittsalters. Frankreich folgte dem stehenden Fußes denn die französische Jugend fürchtete einen Arbeitsmarktpolitischen Nachteil. Allerdings sahen diesen Nachteil nur jene, die eh keinen Bock auf Arbeit haben und sich viel lieber vom sozialen System durchfüttern lassen.
Nun, da Deutschland so langsam mitbekommt, dass immer weniger Kinder geboren werden, die Geburtenrate lag 2009 bei rund 665.000 Neugeboren – und somit lag die Geburtenrate Deutschlands noch unter der des Vatikans – feiert die deutsche Regierung dies als Erfolg, sieht in Bälde die Vollbeschäftigung in Deutschland und ignoriert, dass immer mehr Alte, entgegen der Behauptung der Bundesregierung, ihre Arbeit verlieren.
Das geht aus Statistiken der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. Danach hat sich das Risiko, kurz vor Eintritt in den Ruhestand den Job zu verlieren, in den vergangenen drei Jahren stark erhöht. So waren im Oktober 2007 etwa 34.500 der 60- bis 64-Jährigen arbeitslos. Bis Oktober 2010 stieg die Zahl auf rund 145.500 Erwerbslose in dieser Altersgruppe. Die Regierung aber spricht von einem „enormen Erfolg“.
„Die Bundesregierung hält an der beschlossenen Anhebung der Regelaltersgrenze fest.“ Sie sei vertretbar und notwendig. In dieser Einschätzung sieht sich die Regierung durch die Entwicklung am Arbeitsmarkt bestätigt: „Die Erwerbsbeteiligung und die Arbeitsmarktchancen haben sich gerade für die Älteren deutlich verbessert.“
Zieht man nur die 63- bis 64-Jährigen mit einem Vollzeitjob heran, ist die Quote mit unter zehn Prozent aber deutlich geringer. Die SPD will den von 2012 an geplanten allmählichen Einstieg in die Rente mit 67 davon abhängig machen, dass mindestens die Hälfte der berufstätigen 60- bis 64-Jährigen einen sozialabgabenpflichtigen Job ausübt.
Möglich wird dies für die Bundesregierung nur mittels Trickserei oder verbal-rhetorischer Mauscheleien.
Die Einführung der Rente mit 67 hatte der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer vor kurzem in Frage gestellt: Eine Verlängerung sei nicht sinnvoll, wenn die Wirtschaft nicht endlich beginne, für die über 50-Jährigen die Beschäftigungs-Chancen deutlich zu verbessern.Doch dies wird nicht geschehen, denn schliesslich haben die Regierung und die anderen Luftverpester beschlossen, das Deutschland noch mehr Zuwanderung von Fachkräften brauche und die Bedingungen für die Zuwanderung erleichtert, und dass, obwohl der DIW feststellte, dass keine Zuwnaderung notwendig ist, da es genügend Fachkräfte in Deutschland gibt, und diese ein jämmerliches Dasein in den Reihen der Arbeitslosen fristen.