50 Mitarbeiter hat die Redaktion des Spiegel darauf angesetzt, die von WikiLeaks neu veröffentlichten Dokumente zu sichten. Am Beispiel einer „Türkei-Enthüllung“ kann allerdings auch ein Laie schnell erkennen, dass für die Mitarbeiter des  Nachrichtenmagazins Spiegel teilweise völlig neu zu sein scheint.
Nicht nur in Deutschland gibt es unter Europäern seit Jahren schon eine wachsende Zahl von Menschen, die aus verschiedenen Gründen gegen einen EU-Beitritt der Türkei sind.
In den führenden Islam-Verbänden und bei Islam-Gesprächen im Kanzleramt sitzen keineswegs smarte und weltoffene Islam-Vertreter, sondern häufig Mitglieder der radikal islamistischen Muslimbruderschaft.
Wie die radikale Muslimbruderschaft unsere Gesellschaft bedroht welche Verwandten Erdogans in Deutschland und anderen europäischen Staaten welche Funktionen bei der Unterwanderung Europas eingenommen haben und das abendländische Europa mittelfristig zerstören wollen geht aus den Veröffentlichungen von WikiLeaks geheimer Daten hervor.
Wie bei den irakischen Kriegstagebüchern sind die Rohdaten vor ihrer Veröffentlichung durch WikiLeaks bereits an die amerikanische „New York Times“, den britischen „Guardian“ und auch den „Spiegel“ weiter gegeben worden. Es geht um drei Millionen Dokumente, das Siebenfache des Umfangs der zuvor veröffentlichten Daten den Irakkrieg betreffend.
Der Spiegel schreibt unter Berufung auf WikiLeaks:
„Viele Spitzenkräfte der Regierungspartei AKP sind Mitglieder einer muslimischen Bruderschaft“
So sagte ein türkisches Regierungsmitglied unter anderem: „Wir wollen Andalusien zurück und uns für die Niederlage bei der Belagerung Wiens 1683 revanchieren.“
Und der Spiegel berichtet im gleichen Artikel: „Diplomaten der Vereinigten Staaten haben tiefe Zweifel an der Verlässlichkeit der Türkei.“
Es sind geheime oder vertrauliche Dokumente der US-Botschaft in Ankara, die WikiLeaks enthüllt. So auch, dass die Türkei ihren Bürgern erlaubt Waffen in den Irak zu schmuggeln, wärend die USA die Kurden Waffentechnisch unterstützen.
Eine Mitarbeiterin im US-Außenministerium erklärte, dass die Dokumente eine beachtliche Spanne sehr heikler außenpolitischer Angelegenheiten berührten. Man erwarte auch, dass die Veröffentlichung die außenpolitischen Beziehungen zu anderen Staaten beeinträchtigen könnten.
Wie schön, dass deutsche „Qualitätsjournalisten“ nun dank WikiLeaks, auch der Spiegel, endlich entdecken, was intelligente Menschen schon vorher wußten, oder zumindest geahnt haben. Das Nachrichtenmagazin Spiegel wird nun wohl auch nicht umhin kommen, vor dem Hintergrund der Faktenlage seine Leser künftig über die Gefahren eines Türkei-EU-Beitritts zu informieren. Zumindest dann, wenn man ihn und seine Journalisten künftig noch ernst nehmen soll.