Vermummte haben an Silvester einen Polizeiabschnitt in Mitte und ein Gefängnis in Weissensee attackiert. Chaoten randalierten in der Silvesternacht vor dem Polizeiabschnitt 31 in Mitte. Diese warfen Pflastersteine und Bierflaschen gegen die Fassade. Anschließend zerbarsten zwei Brandsätze im Eingangsbereich. Das Feuer konnte von den Polizeibeamten schnell gelöscht werden.
Zur gleichen Zeit steckte eine andere Gruppe auf der Veteranenstraße und Brunnenstraße Gegenstände in Brand und legte Krähenfüße aus. Dadurch wurden zwei Streifenwagen beschädigt. Alle Täter konnten unerkannt flüchten.

Zuvor waren gegen 19.00 Uhr bereits Randalierer in Weißensee unterwegs gewesen: Anwohner der Arkonastraße beobachteten eine Gruppe von 15 bis 20 Vermummten, die die Fassade der Haftanstalt beschmierten, Feuerwerkskörper zündeten und gegen die Eingangstür traten. Bei der Attacke ging eine Scheibe zu Bruch.

Zudem gab es in der Neujahrsnacht mehrere Angriffe auf Polizisten. Dabei wurden vier Beamte leicht verletzt. In Gesundbrunnen waren Einsatzkräfte der Polizei wegen einer Sachbeschädigung in die Schönwalder Straße gerufen worden. Als sie auf dem Balkon eines Wohnhauses ein Feuer bemerkten und helfen wollten, wurden sie vor dem Haus von einer zehnköpfigen Gruppe mit Tritten und Schlägen attackiert. Drei Polizisten wurden leicht verletzt, konnten ihren Dienst aber fortsetzen. Bevor Verstärkung eintraf, flüchteten die Angreifer.

In Kreuzberg versuchten Polizisten in der Zossener Straße, einen Streit in einer Gruppe von etwa 20 Personen zu schlichten. Die Männer ließen voneinander ab und attackierten stattdessen einen Polizisten mit Schlägen und Tritten. Der Beamte wurde leicht verletzt. Seine Kollegen mussten Reizgas einsetzen und konnten sieben Angreifer im Alter von 22 bis 31 Jahren vorläufig festnehmen. Sie erhielten Strafanzeigen wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung und Beleidigung.

Finden diese Bräuche nur an Silvester statt oder werden diese auch an anderen Feiertagen und in anderen Städten vollzogen?