(Gastbeitrag aus der Schweiz)
Ich kenne da einen guten Menschen. Ach! Nur einen? Einen ganzen Haufen! Sie sind so gut zu mir. Solange sie für mich sprechen dürfen, solange ich mich ohne zu Meckern ihrem Willen beuge und solange ich zu gegebener Zeit am richtigen Fleck mein Kreuz setze (bin ich Jesus?) und aufhöre selbst für mich zu sprechen.
Auch die andere Backe hinhalten?
Diese gute Menschen sind nicht selten in Positionen in der sie auf Karriere hoffen. Auf den Knien. Vor dem Gesicht ein Hintern. Da ist es schon richtig sich die Zukunft nicht verbauen zu lassen. Doch kaum beginne ich eigene Vorstellungen davon zu entwickeln wie ich mein Leben leben möchte und beginne kritisch zu hinterfragen. Besonders ihre angebliche Liebe zum Islam und allem islamischen.
Am meisten ihre Sympathien mit den ganzen Islamverbänden. Warum auch nicht? Seit die türkischen Budgets für religiöse Angelegenheiten stark erhöht wurden bestehen immerhin Chancen über Lobbyarbeit einpaar Euros davon in die eigene Taschen wandern zu lassen. Und wenn es nur das Bestechungs… Verzeihung! Die freundschaftliche Essenseinladung eines türkischen Faschisten ist. Aber vielleicht teilen sie sich einfach die selbe Haltung. Beide liegen auf ihren Knien, vor sich der Arsch des anderen und dann hoffen sie auf paradiesische Zustände wenn sie brav gehorchen. Ja, diese Güte hat was islamisches. Das ist wahrer Dialog von dem sie immer sprechen.
Zum Lügen genötigt, bei Wahrheit geprügelt
Spreche niemals offen aus, dass du ihnen nicht über den Weg traust. Dass ihre Tätigkeit als Parteisoldat dich stutzig macht. Oder ihre Tätigkeit als Diener eines Parteisoldaten. Nun schlägt deren Verhalten um in rabiate Wutausbrüche und gerät völlig außer Kontrolle. Gute Ausländer sind, welche unterwürfig bleiben wie sie es in ihrer Heimat gewohnt waren. Schlechte Ausländer sind, welche kritisch denken, auch nicht jedem aus der Hand fressen, der ihnen mit netten Worten kommt.
Sie fühlen sich von mir in ihrer Existenz gefährdet. Wie soll den auch irgendwann das Luxus-Penthouse mit den ganzen Trauben haltenden Jungfrauen bezogen werden können, wenn ich undankbarer Ausländerbengel nicht kusche und diese unendliche Güte nicht zu schätzen lerne? Wer bin ich denn schon. In meiner Heimat hätte ich es viel schlimmer. Ich sollte mich kenntlich zeigen. Unermüdlich demonstrieren sie für mich. Niemand sei illegal! Niemals vergessen! Wehret den Anfängen! Ausnahmsweise gehorche ich mal und wehre mich. So wehre ich den Anfängen der neuerlichen Unterdrückung durch diese guten Menschen. Aber auch dann ist es wieder nicht Recht.
Leibeigener oder Todfeind
Da ich mich aus unerfindlichen Gründen nicht für deren Zwecke einspannen lasse bin ich automatisch der Feind. Ich muss bekämpft werden. Es ist sehr simpel. Nicht auf meine kritischen Fragen wird eingegangen, nicht auf meine eigenen Wünsche oder Bedürfnisse, nein, nur au die eigenen wird eingegangen. Denn die sind gut. Ihr erstes Gebot: du sollst keine Wünsche neben meinen haben. Ich war immer schon ungläubig und habe mich solcherlei religiöser Dogmatik entzogen. Warum sollte ich hier eine Ausnahme machen.
Verflucht sei ich, verflucht war ich
Da es derzeit nicht notwendig ist zu argumentieren wenn es sich um islamkritische Strömungen handelt verläuft alles in die eine Richtung. In die Richtung der inflationär genutzten Begriffe. Um sich selbst nicht zu hinterfragen ob ich denn vielleicht nicht doch Recht haben könnte, was besonders den Islam und den türkischen Rassismus angeht, so belegen sie mich mit einem Fluch. Der Fluch ist ein einzelnes Wort. Wer in diesem Land öffentlich verflucht wird, der konnte sich bisher alles ersparen und war aus jeglicher Debatte und öffentlichen Diskussion ausgeschlossen. Der Fluch lautet: Du Rassist.
Nur nicht zu plump werden
Natürlich wirkt es etwas einfältig aus heiterem Himmel jemanden einen Rassisten zu schimpfen. Das braucht es mehr. Da fehlt der Pfeffer. Deswegen schwingen in einem von unbequemen Zeugen befreiten Umfeld gleich auch weitere Vorwürfe mit. Wohl um den Rassismusvorwurf zu untermauern. Die Vorwürfe lauten dann gerne, du „Scheiß Türk‘, wärst in deiner Heimat geblieben mit deinem Rassismus, du Naziarschloch“. Dieser Antirassist überzeugt mich völlig. Er hat Recht, ich scheiß Türke, wer bin ich denn schon? Wenn wir die besten der Guten unter uns haben, die ohnehin wissen wie eine Gesellschaft perfekt zu laufen hat, warum will ich dann zwangsläufig dazwischen funken und unterwerfe mich nicht einfach?
Der Faschismusneid
So erkenne ich in deren Verhalten oft einen Faschismusneid. Die Sowjetunion brauch zusammen. Das ewige Feindbild USA ist geblieben. Wenn wir in der Schule aufgepasst haben so nennen wir ihn den großen Satan. Das sagten die Guten. Und dann noch den kleinen Satan. Und die ganzen Engel die von diesen Teufeln unterdrückt und geknechtet werden. Die Muslime.
Die USA versucht ihnen doch tatsächlich die barbarische Ader trocken zu legen. Diese Faschisten! Mit MTV, Trash TV, offenen Debatten und dem widerlichen Kapitalismus. Da lobe ich mir die Sowjetunion. Sie hat nicht lange gefackelt. Sie hat dich gleich erschossen wenn du frech warst. Ja. Das waren noch Zeiten. Und endlich finden die Guten einen gleichwertigen Ersatz ihr eigenes Bedürfnis nach Faschismus zu stillen. Die Islamisten. Die wissen was sie wollen und sie wollen es sofort.
Diskutieren? Warum denn, wenn sie es ohnehin wissen. Diskutieren wäre Zeitverschwendung. Ich bin mir nicht sicher wer von wem abgeschaut hat. Aber die Technik verwenden sie auch. Die Technik des Verfluchens. Wer hier als Rassist disqualifiziert wird, ist dort der Feind Allahs. Bist du Feind Allahs. Bist du tot. Mal schneller, mal weniger schnell. Mal baumelst du am Galgen, mal zertrümmert dir einer den Schädel mit Steinen. Oder dir wird Nase und Ohr abgeschnitten.
Im Kampf gegen den Kapitalismus müssen Kompromisse eingegangen werden. Wer so übel drauf ist hat das Zeug die USA besiegen zu können. Macht nichts, dass sie dort die Gesellschaftskritiker, Demokraten, Linken, Sozialisten, Kommunisten, „Ausländer“ wenn sie frech werden und und und einfach aus ihren Höhlen jagen oder an die Wand stellen. Aber im Kampf gegen die USA sind sie toll. Sie schrecken auch nicht davor zurück ihre geistig behinderten Verwandten mit Sprengstoffgürteln einzuwickeln und gegen westliche Ausländer zu hetzen.
Bist du integriert, bist du verloren
So gesehen hassen sie den Integrationswilligen. Denn der Integrationswillige hinterfragt die Gesellschaft aus der er kommt, er will sie verbessern. Er will freier sein und er wünscht sich seinen früheren Landsleuten die selbe Freiheit. Den Individualismus. Doch die Guten wollen das nicht. Bist du als Ausländer individuell, bist du nicht über den obersten Islamisten in Österreich zu erreichen, weil dich seine Meinung nicht kümmert. Nie kümmern wird.
Am Ende lernst du noch die Vorzüge des Kapitalismus zu schätzen und es geht dir tatsächlich besser. Dan bist du Verloren! Du bist Opfer des Kapitalismus geworden. Du lässt dich von deinem neuen Lebensstandard blenden. Du bist zum Verräter geworden. Auch hier eint sich die Vorstellung der Guten mit den Islamisten. Individualismus bedeutet automatisch den Abfall vom Glauben.
Im Islam ist kollektive Unterwerfung vorgesehen. Der Gute kann dich dann auch nicht mehr so einfach um den Finger wickeln. Denken wir an das Kreuz. An das schöne Penthouse. Und wie dieser Traum sich in Luft auslöst. Und schon hat man beide gemeinsam gegen sich.
Niemand ist illegal? Drauf geschissen! Es geht um den Kampf gegen den Kapitalismus. Ja, nur im sturen Kampf gegen den Kapitalismus kann der Gute endlich zu mehr Wohlstand kommen. Er hat es sich doch verdient, oder? Und außerdem: einen Rassisten darf man wie Dreck behandeln. Auch wenn er keiner ist, sondern aus ideologischen Gründen erst künstlich dazu gemacht wurde.
Integriert mich doch am Arsch
Wenn Integration nun bedeutet sich NICHT zu integrieren um kein Teil dieser als verwerflich angesehenen Gesellschaft zu werden bleibt mir in Richtung der Guten nur noch eines zu sagen: Integriert mich doch am Arsch!
P.S. dieser Beitrag basiert auf wahren Begebenheiten. Auf die anfängliche Frage ob ich Jesus bin: eigentlich nicht, aber sie lassen doch sehr viele andere für ihre Sünden sterben. Da fühlt man sich schnell wie Jesus.
Januar 6, 2011 at 1:44 pm
Darum integrieren sich auch nur Europäer und gewisse Asiaten, weil sie anpassungsfähig sind.