Da die EU die Türkei nicht als Vollmitglied im Christenclub haben will, will nun Erdogan den Islam vereinen mit der Türkei als Zentrum der muslimischen Welt.
Erdogan reist derzeit mit einer hochrangigen Regierungsdelegation durch die arabischen Golfstaaten und fordert Streitigkeiten zu vergessen und sich zu einer Union zusammenzutun – und sich auf die historischen Gemeinsamkeiten zu besinnen, die Araber und Türken verbinden.
Diese Gemeinsamkeiten sind laut Erdogan vor allem der Islam und das gemeinsame Ringen gegen Christen. „Türken und Araber haben diese Gegenden gemeinsam erobert”, meinte er. Auch in späteren Epochen „haben wir gemeinsam gegen die Christen gekämpft”, behauptete er. Heute, so Erdogan, gelte es, die alte „1000-jährige Brüderlichkeit” zu neuem Leben zu erwecken, eine „politische, wirtschaftliche und kulturelle Union” zu werden. Wenn man zueinander halte und stärker  zusammenarbeite, dann „hat diese Region das Potential, die ganze Welt zu gestalten”, sagte Erdogan.
„Wir betrachten den Schmerz der Völker von Irak, Aghanistan und Pakistan als unseren eigenen Schmerz”, sagte Erdogan. „Wenn ein Organ eines Körpers Schmerz spürt, dann spürt der ganze Körper den Schmerz. Ebenso, als die Kinder von Gaza massakriert wurden, spürten wir ihren Schmerz als ob unsere eigenen Kinder massakriert würden. Gazas Problem ist unser Problem. Jerusalems Problem ist unser Problem.”
Erdogan erklärte, es sei die türkisch-arabische und im weiteren Sinne muslimische „Solidarität”, die all diese Probleme beseitigen werde. „Wir haben Euch unsere Herzen geöffnet. Wir wollen die künstlichen Diskussionen der Vergangenheit hinter uns lassen, und eine Geschichtsschreibung auf der Basis von Lügen„, sagte Erdogan.
Er ging auch auf das Thema Terror ein, nachdem kurz zuvor Christen in Ägypten und Irak von islamischen Gewalttätern massakriert worden waren. Erdogan betonte, dass es keinen islamischen Terror gebe

Islamischen Terror gibt es nicht? Was ist denn Christenverfolgung, doch wohl nicht etwa islamisches Kulturgut?!
Man stelle sich einmal vor, ein europäischer Politiker hätte sich vor die Presse gestellt und gesagt: „Im dritten Reich gab es keine Judenverfolgung!“, das Geschrei wäre nicht zu überhören gewesen. Doch wo bleibt hier der Aufschrei, wo die Lichterketten, wo die Demonstranten?