Die Stimmung in Europa hat sich gewandelt. Deutschland scheint bereit zu sein, sich für die Rettung der Eurozone einzusetzen. Das ist auch eine Niederlage der Ratingagenturen, die mit ihren pessimistischen Bewertungen Politik gemacht haben, meint die linksliberale Tageszeitung To Vima: „Alle merken, dass Europa den Euro unterstützen wird und dass Deutschland, nachdem es alle Länder zu Finanzdisziplin angehalten hat, jetzt bereit ist, seine Pflicht gegenüber der Eurozone wahrzunehmen. Und vor allem registrieren es die Märkte, die schon bald wieder mit einem starken Europa rechnen und sich deshalb angepasst haben. Die Ratingagenturen bemerken das Vakuum und beginnen, Angst zu haben. Der problematische Zyklus aus internationalem Reichtum und Spekulation erlebt derzeit eine wahre Niederlage. Und die Ratingagenturen müssen die Folgen tragen, denn sie können nicht Verantwortliche für die Krise und gleichzeitig deren Gewinner sein.“
Umsomehr verwundert es, dass Griechenland, trotz der milliardenschweren Unterstützung, nun Deutschland auf Entschädigung verklagt, um mit diesem „Schadenersatz“ seine Staatsfinanzen zu sanieren und von Deutschland einen Schuldenerlass zu erzwingen. Schon Anfang letzten Jahres kam von der griechischen Opposition der Vorschlag, Entschädigungen von Deutschland für die zerstörerischen Folgen der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg zu fordern. Damals lehnte Premierminister Papandreou es ab, Zahlungen in nächster Zeit geltend zu machen.
Im Jahr 1960 zahlte Deutschland bereits 115 Millionen Mark Reparationen. Während der Zeit der Finanzkrise bewilligte die EU einen Rettungskredit für die Griechen in Höhe von 110 Milliarden Euro. Das alles reicht den Griechen nicht, eine Gesundstoßung um Schuldenfreiheit zu erlangen muss schon sein.
Das Geld des deutschen Steuerzahlers wird dazu genutzt, die Schuldenkrise in anderen Ländern zu beenden, auch in Griechenland, aber wenn es schon so leicht ist Krisen zu überwinden, dann kann man sich auch in das deutsche Sozialsystem klagen und es sich darin bequem machen. Haben die Griechen das Deutschlandlied falsch interpretiert und wurde aus „Deutschland, Deutschland über alles“ etwa „Deutschland, Deutschland zahlt für alle, zahlt für alle in der Welt!„?
Undank ist der Welten Lohn, vielleicht sollte man den Griechen nachträglich den Rettungsschirm entziehen und sie aus der Eurozone werfen?
Besser wäre es, für Alle!
Januar 16, 2011 at 4:52 pm
Alle machen weiter wie bisher, die Deutschen sind wie immer die Dummen.
Es geht wohl nicht darum den Euro zu retten, vielmehr habe ich den Eindruck, das man die Welt am deutschen Aufschwung teilhaben lassen will.
Januar 15, 2011 at 12:12 pm
Europa kämpft gegen die Schuldenkrise doch die EU Kommission ist nicht optimistisch. Nach Presse Informationen rechnen Experten von Kommissar Rehn damit, dass sich die Spannungen in der Währungsunion verschärfen. Sie präsentieren einen Schlachtplan gegen das Finanzdrama. Wenn ich das so lese wird mir ganz Angst um unsere Zukunft. Wie soll das nur weitergehen.