Nach dem Umsturz in Tunesien gilt die einzige Sorge unserer Politiker und Medien offenkundig den Tunesien-Urlaubern. Man blendet dabei völlig aus, dass es zeitgleich auch in Algerien schwere Unruhen gibt. Und auch in Ägypten ist die Lage äußerst angespannt. Europäische Sicherheitsbehörden sind alarmiert. Denn die Unruhe kann jederzeit auf die junge arbeitslose islamische Bevölkerung in Europa übergreifen.
Die Gründe für die Warnung sind nicht von der Hand zu weisen: Bei der Mehrheit der tunesischen Aufständischen handelt es sich um junge arbeitslose Muslime, die unter 25 Jahre alt sind und auf dem tunesischen Arbeitsmarkt schlicht nicht gebraucht werden. Genau das trifft allerdings auch für Millionen von jungen Muslimen zu, die diesseits des Mittelmeeres hier in Europa leben.

Und die sorgen sind berechtigt, denn angestachelt durch die Unruhen in Nord-Afrika fangen nun Migranten in Schweden ebenfalls an zu randalieren und zu brandschatzen.
Malmö-Rosengart ist der islamische Stadtteil der schwedischen Stadt Malmö. Dort greifen nach den Tunesien-Unruhen nun junge Migranten aus dem islamischen Kulturkreis Polizisten an. Sie setzen Fahrzeuge und Geschäfte in Brand. Die Menschen flohen aus den Straßen in denen bürgerkriegsähnliche Zustände herrschten.
Als die Polizei eintraf zogen sich die Randalierer zurück, verteilten sich, um kurz darauf erneut gezielt mit Pflastersteinen, Molotovcocktails, selbstgebastelten Bomben und Raketen anzugreifen.

Noch wird Tunesien in Malmö verteidigt, doch wer weiß wie lange es dauert, bis Ägypten am Brandenburger Tor verteidigt wird. Dieses jedoch scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein.