Ohne Deutschland wäre die Welt ärmer, hässlicher und weniger lebenswert. Dieser Erkenntnis können sich nun auch die der übertriebenen Germanophilie unverdächtigen Briten nicht mehr entziehen. Denn bei einer Umfrage des BBC World Service wurde „Germany“ schon wieder zum beliebtesten Land der Welt gewählt. Den Spitzenplatz belegt Deutschland zwar schon seit Jahren, aber 2011 konnte es seinen Spitzenrang noch einmal ausbauen: 62 Prozent der 29 000 befragten Personen aus 27 Ländern bewerteten den deutschen Einfluss auf die Welt als positiv.
Und weil es eben so beliebt ist wollen auch viele nach good old Dschörmänie, es es ist nicht nur beliebt, es ist auch reich, unwahrscheinlich reich. Es rettet andere Länder vor deren Staatsbankrott. Und da es so reich ist, kann man dort sicher gut leben, sagen sich viele und das auch noch laut.
Doch um in Deutschland bleiben zu dürfen müssen Bedingungen erfüllt werden, wie   heiraten – und Deutsch sprechen.
Einige sagen auch was sie in Deutschland wollen und das sieht dann so aus:

Atike (17) und Hasan Sinayic (24) sind Geschwister, verlassen im Frühling ihre Familie, um nach Stuttgart zu ziehen. Beide sind schon verlobt, werden ihre Partner (ebenfalls Geschwister) gleich nach der Ankunft heiraten. Atike sagt: „Dann will ich Mutter werden!“. Hasan ist Elektroniker, meint: „Ich werde schon einen Job finden. Und wenn nicht, bekomme ich trotzdem Geld vom Staat, sagen meine Freunde.“

Saadet Canimana (19) geht alleine nach Frankfurt.  „Ich habe ein bisschen Angst. Aber meine Familie hat mich einem Cousin versprochen, der schon in Deutschland lebt. Er hat eine eigene Firma, verdient viel Geld. Ich kenne ihn nicht, aber er hat mir geschworen, mich gut zu versorgen.“

Selman Ak (22) zieht nach Kassel zu seiner Verlobten, mit der er seit drei Jahren eine Fernbeziehung führt. „Ich habe schon als Kind davon geträumt, in Deutschland zu leben. Da ist man freier, muss nicht den Beruf machen, den alle in der Familie machen. Am liebsten hätte ich meinen eigenen Dönerladen.“

Sükran Tanriverdi (22) ist nie zur Schule gegangen, kann weder lesen noch schreiben. Deshalb fällt ihr der Deutsch-Kurs besonders schwer. Sie wandert nach Bremen aus, dort wartet ihr Verlobter, der auf dem Bau arbeitet. „Ich werde Hausfrau sein, kann nebenbei Kleider nähen und ein bisschen Geld dazuverdienen. Alle Deutschen, die ich kenne, sind reich, führen ein besseres Leben als wir hier.“

Deutschland braucht definitiv mehr Zuwanderung, von Fachkräften, aber auch in die Sozialsysteme, denn diese funktionieren schliesslich noch.
Und weil dem so ist, singt man auch so gerne: