Am Freitag, den 18. März 2011 wurde im Bundesrat auf Antrag einiger Bundesländer über die Saatgutregelung entschieden. Monsanto verlangte von den Bundesländern und den Politikern die Freigabe zur gentechnischen Veränderung von Saatgut für Futter- und  Lebensmittel.
Politiker reagierten weder auf Bürgerinitiativen, Unterschriftensammlungen, E-Mails oder sonstigen Protesten.
Anscheindend kennen diese Politiker weder den von ihnen geschworenen Amtseid, noch interessiert sie das Volk und sie frönen lieber dem Lobbyismus.
Doch dieses mal wollten wohl auch die Politiker keine gentechnisch veränderte Nahrung auf dem Teller haben, oder sie hatten einfach Skrupel, weil es vom gentechnisch veränderten Futter- und Lebensmittel nur ein kleiner Schritt ist bishin zum gentechnisch veränderten Menschen.

Im Bundesrat ist der Antrag gescheitert, der zur Aufweichung der Nulltoleranz von Gentechnikkonstrukten im Saatgut hätte führen sollen. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des BÖLW, begrüßte die Entscheidung: „Die Reinheit des Saatguts hat höchste Bedeutung für die Sicherung der gentechnikfreien Landwirtschaft. Ganz besonders gilt das für Biobauern und Hersteller ökologischer Lebensmittel. Denn sie stehen den Verbrauchern gegenüber im Wort, alles zu tun, um Gentechnik von Lebensmitteln und aus der landwirtschaftlichen Erzeugung fernzuhalten. Es ist erfreulich, dass der Bundesrat mit seiner Entscheidung hier ein deutliches Zeichen gesetzt hat. Die Proteste von Landwirten und Bürgern haben Wirkung gezeigt.“
Nach bekannt werden des nun abgelehnten Antrags vor etwa zwei Wochen hatte es in etlichen Bundesländern Proteste gegeben.

Löwenstein forderte die Bundesregierung auf, sich in Brüssel für den Fortbestand der Nulltoleranz beim Saatgut einzusetzen. Auch müsse sichergestellt werden, dass die Verursacher der unerwünschten Kontaminationen zur Verantwortung gezogen werden können. Im Zweifelsfalle soll der Inhaber des Gentechnikkonstrukts als Verursacher gelten.