Seit die Bundesregierung sieben Atomkraftwerke vorübergehend stillgelegt hat, ist Deutschland auf Stromimporte angewiesen. Zudem sind die Preise für fast alle Stromprodukte angestiegen. Im Stromaustausch mit den europäischen Nachbarländern sind „erhebliche Veränderungen“ sichtbar, seit die Bundesregierung am 17. März im sogenannten „Atommoratorium“ die Abschaltung der ältesten sieben Meiler angeordnet hatte.
So wurden vor dem Moratorium noch – wie in dieser Jahreszeit üblich – zwischen 70 und 150 Gigawattstunden Strom pro Tag exportiert. Nach der Abschaltung der deutschen Meiler am 17. März kehrte sich der deutsche Stromüberschuss um.  Seither werden pro Tag 50 Gigawattstunden importiert. Die Stromflüsse aus Frankreich und Tschechien haben sich verdoppelt.

Da sich Frankreich zu 80 Prozent und Tschechien zu 34 Prozent aus Kernkraftwerken versorgt, ist davon auszugehen, dass es sich bei den importierten Kilowattstunden in der entsprechenden Menge um „Atomstrom“ handelt, der nach Deutschland fließt.
In den ersten 20 Tagen seit dem Moratorium wurden die ausgefallenen Strommengen überwiegend durch einen Anstieg des Importsaldos ausgeglichen.
Ob Deutschland aber bei dauerhafter Abschaltung der Reaktoren auch dauerhaft zu einem ATOM-Stromimporteur wird, hängt davon ab, in wie weit die bestehenden konventionellen Kraftwerke intensiver genutzt werden können.

Der Ausfall der Strommengen aus deutschen Reaktoren hat zudem zu steigenden Preisen geführt, der Preis stieg um 12%.

Dies wird eine spannende politische Herausforderung, insbesondere für die Grünen. Energiepolitik darf nicht nach Gefühl und Wellenschlag funktionieren, sondern muss Stabilität auf viel Jahre hinweg bringen.
Kanzlerin Merkel hatte bereits bei der Eröffnung der Hannover Messe gefordert: „Wer zu Erneuerbaren Energien ja sagt, der muss auch zum entsprechenden Ausbau der Infrastruktur ja sagen.“
Doch dass wiederum steht im krassen Widerspruch zu den Forderunfen der Grünen, so doll nicht nur Stuttgart 21 eingestellt werden, auch die Spritpreise sollen nach dem Willen der Grünen.

Doch nun sollte das Grüne Deutschland konsequent sein und nur von „sauberer“ Energie leben und keinen Atomstrom importieren. Wenn der Strom nicht reicht, dann sollten eben deutsche Privathaushalte abgeschaltet oder der Strom rationiert werden. Alles andere ist Grüne Augenwischerei.