Die Finanzminister der 17 Euro-Länder beraten am gestriegen Montag in Brüssel über die schon beschlossene Hilfe für Portugal und eine Aufstockung der Unterstützung für Griechenland. Offiziell hat noch niemand einen so drastischen Schritt wie einen Ausstieg des Landes aus der Eurozone bestätigt, aber eine Umschuldung spielen viele Analysten zumindest als Möglichkeit durch. Der griechische Schuldenberg ist mittlerweile auf 150 Prozent des Bruttoinlandsprodukts angewachsen, und es gibt kein historisches Vorbild, wie ein Land ohne Zugeständnisse seiner Gläubiger aus einer solchen Lage herausgekommen wäre. Natürlich würde eine solche Umschuldung auch Risiken bergen, und manche französische und deutsche Bank würde massive Verluste erleiden.
Es ist nicht leicht zu entscheiden, ob ein solches Ende mit Schrecken besser wäre als ein Schrecken ohne Ende. Die Tatsache, dass die Probleme Griechenlands seit Jahren immer größer werden, lassen jedoch ein Ende mit Schrecken als die günstigere Lösung erscheinen.

Denn sparen wollen die Griechen nicht, sie wollen weiterhin so leben wie bisher, weiterhin mit 55 oder noch eher in Rente gehen, da stören natürlich die halbherzigen Sparprogramme der Regierung. Warum sollen sie jetzt sparen, nur weil die Regierung es selbst nicht kann? Die EU ist doch da, und sie sind drin, also verlangen sie, dass die EU für sie aufkommen soll. Erpressen können die Griechen sehr gut, doch warum lassen es sich die anderen Länder gefallen? Haben sie Angst vor dem Zusammenbruch des Euros und die Wiedereinführung von nationalen Währungen?