Aus dem Kampf gegen die Drogen ist in Mexiko längst ein Kampf um die Drogen geworden. Zehntausende Todesopfer forderte dieser Krieg in den vergangenen Jahren. Auch Kinder geraten immer wieder zwischen die Fronten, für sie kann selbst ein Schulbesuch lebensgefährlich werden.
Seit 2006 kamen 34.600 Menschen im blutigen Drogenkrieg in Mexikos Norden ums Leben.
Der Drogenhandel floriert in ganz Mexiko – vor allem entlang der Grenze zu den USA. Allein in der Grenzstadt Ciudad Juárez wurden seit Ende 2006 etwa 7000 Menschen ermordet, die meisten davon waren zwischen 17 und 35 Jahre alt.
„Kopf auf den Boden!“, schreit Martha Rivera, als auf der Straße geschossen wird. Sie arbeitet in einem Kindergarten in La Estanzuela, einem Viertel im Süden der mexikanischen Stadt Monterrey. Verfeindete Killerbanden haben ihre Waffen gezückt und beschiessen sich auf offener Straße.
In mexikanischen Schulen, Universitäten und Bürogebäuden wird die Maßnahme immer häufiger geübt. Kopf auf den Boden, sich nicht bewegen, warten, bis der Kugelhagel vorbei ist. In Mexiko ist die Gefahr allen bewusst. Seit fast fünf Jahren leidet das Land an der Gewalt der Drogenkartelle.
Im Jahr 2006 erklärte Präsident Felipe Calderón den mächtigen Drogenorganisationen seines Landes den Krieg. Ein Krieg ist das, der durch Millionen Dollar aus Washington subventioniert wird. Ein Krieg, der nur Tote und keine Ergebnisse gebracht hat.
April 27, 2012 at 3:47 am
Mittel- und Südamerika ist nicht der Hinterhof der VSA!!!!! Es wird Zeit, dass man anerkennt, dass nicht nur VSA-Heloten dort wohnen, sondern es sich um eigenständige Staaten handelt!!!!
Juni 7, 2011 at 8:05 am
Amerika ist nach einer Untersuchung der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) die Region mit den meisten Gewalttaten weltweit. „120 000 Menschen werden jedes Jahr in Nord- und Südamerika getötet“, sagte der Sicherheitssekretär der OAS, Adam Blackwell, am Montag bei der Vorstellung der Studie „Alertaamérica“ in San Salvador am Rande der 41. Tagung OAS-Generalversammlung mit. In 2009 seien sogar 133 813 Menschen durch Gewaltanwendung zu Tode gekommen.
Die Gewalt habe in erster Linie mit dem Drogenhandel zu tun, der im vergangenen Jahr in ganz Amerika rund 400 Milliarden Dollar bewegt habe, sagte Blackwell weiter. Bereits im Jahre 2000 hätten allein die Konsumenten in den USA 64 Milliarden Dollar für Drogen ausgegeben, das sei mehr als das Doppelte des Bruttoinlandsproduktes eines Staates wie Bolivien