In vielen Städten weltweit demonstrieren derzeit tausende Frauen auf sogenannten Slutwalks (Marsch der Schlampen) gegen die Vorstellung, dass Vergewaltigungsopfer wegen aufreizender Kleidung eine Mitschuld an dem Verbrechen trügen. Am heutigen 25. Juni kommt die Bewegung nach Lissabon.
Tiefe Ausschnitte, Mini-Röcke, Netzstrumpfhosen, eng sitzende Hosen, Stöckelschuhe, sexy Kleider: Am Samstag werden Portugals Frauen ihrer Phantasie freien Lauf lassen, um beim ersten Slutwalk in Portugal auf die Straße zu gehen. Alles begann im April, und ich beobachte mit einiger Neugier, was diese Slutwalks gegen das Machotum erreicht haben. Die Idee ging von einer Gruppe kanadischer Frauen aus, nachdem ein Polizist der Meinung war, dass Frauen sich nicht provokativ kleiden sollten, um nicht zu Opfern zu werden. Die Empörung der Frauen weltweit verbreitete sich wie ein Lauffeuer und der Marsch der Schlampen erreichte mehr als 70 Städte.
Ist das ein Zeichen dafür, dass solche dummen Kommentare in vielen Ländern üblich sind? Anscheinend.
Nichts rechtfertigt eine Vergewaltigung. Wenn wir dafür aus Protest nackt auf die Straßen gehen müssen, damit man das versteht, dann soll es eben so sein.

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