Politiker und ehemalige Politiker wissen immer was gut ist und wie man hochverschuldete Staaten retten kann. Warum sie diese Patentrezepte nicht auf ihr eigenes Land umlegen, das wissen selbst sie nicht. Doch mit den Politikern ist es halt wie mit Diäten, sie versprechen viel und halten nichts.
So auch Altkanzler Helmut Schmidt, der für ein bisschen Publicity so ziemlich alles macht und sagt. So sagte Schmidt: „Wir haben eine Schuldenkrise einzelner kleiner Euro-Länder, keine Krise der Euro-Währung“.
Schmidt forderte die EU dazu auf, Griechenland „durchgreifend“ zu helfen. „Das gilt auch für den Extremfall, dass die griechische Regierung gegenüber ihren ausländischen Gläubigern die Zahlungsunfähigkeit erklärt. Selbst dann – und dann erst recht! – wird es entscheidend, dass Europa die griechische Wirtschaft wieder in Gang bringt.“
Griechenland müsse eine Wohlstandsperspektive eröffnet werden, so Schmidt.
Ähnlich äußerte sich auch der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück. Er forderte einen „echten Schuldenerlass“ für das Land.
Für Finanzminister Wolfgang Schäuble ist hingegen klar, dass weitere Hilfen für Griechenland nur mit entsprechenden Gegenleistungen verknüpft sein können. Schäuble räumte bei einer Rede im Bundestag ein, dass sich Zweifel über die Zukunft der gemeinsamen Währung bei den Deutschen eingeschlichen hätten, bestand aber darauf, dass sich Deutschland seiner Verantwortung in Europa bewusst sei. Der Euro sei ein Garant für anhaltenden wirtschaftlichen Erfolg in Deutschland, so Schäuble, und er sehe Deutschland in der Pflicht gegenüber der EU.
Nach Ansicht von Wolfgang Schäuble könnten die Griechen ihre Wirtschaft wieder flott bekommen, wenn sie große Mengen Solarstrom in die Bundesrepublik exportieren würden. Er sieht Vorhaben wie dieses als Bedingung für neue Milliardenhilfen.