Nein, mit Sicherheit nicht, obwohl der Streit über die Schuldenobergrenze eskaliert und die Nerven blank liegen lässt, weil die Renten und andere staatliche Ausgaben nicht mehr bezahlt werden können, Polizisten unbezahlten Sonderurlaub erhalten und die Verbrecher jubeln, die Ratingagenturen damit drohen das AAA Rating herab zu setzen, sind die USA nicht Pleite, sie haben noch ausreichend Geld zur Verfügung. Nur nicht für Lohn, Gehalt, Renten und Sozialleistungen.
Doch was macht das schon? Das Volk muß eben Opfer bringen, koste es was es wolle.

1,1 Billionen Dollar will US-Präsident Obama in zehn Jahren einsparen, das bedeutet Einschnitte in allen Bereichen. Trotzdem beschloss das Parlament nun den größten Militäretat aller Zeiten: 649 Miliarden Dollar.

In die nie zuvor erreichte Summe von 649 Milliarden Dollar sind 119 Milliarden allein für die Kriege im Irak und in Afghanistan gerechnet. Die 337 Unterstützer aus beiden Parteien erklärten, dass die nationale Sicherheit und die Belange des Militärs den dringend nötigen Sparbemühungen nicht zum Opfer fallen dürften.

Der politische Kampf um den besten Wege zu weniger Staatsschulden und kleineren Haushaltslöchern könnte kaum härter sein, als er im Moment zwischen Republikanern und Demokraten im US-Kongress und dem Weißen Haus geführt wird. Doch jetzt machte eine überwältigende Parlamentsmehrheit klar: an Militär und Rüstung wird nicht gespart. Im Gegenteil, das Pentagon darf im neuen Etatjahr, das am 1. Oktober beginnt, mehr ausgeben als bisher.

Solange die Rüstung und das Kriegspielen im Vordergrund der USA steht, anstelle seine Insassen menschenwürdig zu verköstigen und unterzubringen, solange kann und werden die USA nicht Pleite sein