Der Ausländeranteil in Deutschland liegt deutlich unter zehn Prozent. 20,1 Prozent aller Hartz-IV-Empfänger sind Ausländer.
Im März 2011 erhielten demnach rund 3,8 Millionen Deutsche und 960.000 ausländischer Herkunft Hartz IV.
Die Bundesagentur sagt dazu: „Die Betroffenen sind häufiger ohne Schulabschluss, oft fehlt eine Berufsausbildung. Bei den rund 782.000 Empfängern von Arbeitslosengeld I ist der Ausländeranteil mit 10,5 Prozent dagegen normal.“

Eine Rolle spielt auch das Bildungsniveau. So haben etwa drei von vier Türken keinen Schulabschluss und entsprechend schlechte Chancen auf dem Stellenmarkt. Finden sie einen Job, dann oft nur einen einfachen – wie bei 60 Prozent der arbeitenden Türken. Nur gut ein Drittel hat eine qualifizierte Tätigkeit, fünf Prozent arbeiten in einem hoch qualifizierten Job, zwölf Prozent sind selbstständig.

Um die Lage der Migranten zu verbessern, sind dem Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge „vermehrte Ausbildungsanstrengungen“ nötig. Der Staat sei besonders gefordert, „der nachwachsenden Generation bei der frühkindlichen Erziehung und der schulischen Bildung gute Startchancen zu verschaffen“.Kinder mit Migrationshintergrund müssten bessere Bildungschancen bekommen, und klar sei aber, dass die Integration Zeit brauche und eng mit der wirtschaftlichen Lage verknüpft sei.

1961 kam der erste Gastarbeiter, für alle weiteren wurde die Familienzusammenführung eingeführt, so das jeder seine Familie herholen konnte. Wieviel Zeit für Integration wird noch gebraucht?