In Mexiko tobt seit langem ein Drogenkrieg und die Kartelle haben nun eine eindeutige Warnung an alle gesandt, die Informationen über diese Organisationen ins Netz stellen.
An einer Brücke fand man zwei aufgehängte Leichen, versehen mit dem Hinweis: „Das wird allen widerfahren, die merkwürdige Dinge im Netz veröffentlichen.“
Dazu wurden mit Namen diejenigen Blogs genannt, die über die kriminellen Taten der Kartelle schreiben: Frontera al Rojo Vivo und der Blog Del Narco. Die Warnung ist mit „Z“ unterschrieben, das eventuell für das Kartell Los Zetas stehen könnte.

„Wir müssen den Kriminellen ein Ende bereiten, die sich in unserer Stadt breitmachen. Wir sind mehr als sie, wir müssen aufhören Angst zu haben.“ Ein anderer Kommentar fordert die Forennutzer auf, weiter über Gewalttaten zu berichten: „Es ist sehr schwierig für sie herauszufinden, wer berichtet hat. Sie wollen uns nur Angst machen.“

Seit Jahren kämpfen in Mexiko Gangs gegeneinander und gegen die Armee und Polizei. Präsident Felipe Calderón rief nach seinem Amtsantritt 2006 eine Militäroffensive gegen die Drogenkartelle aus, seitdem wurden Angaben der Behörden landesweit mehr als 41.000 Menschen getötet. Im Jahr 2010 wurden nach Regierungsangaben 15.273 Menschen im Drogenkrieg ermordet und ein Ende ist nicht in Sicht.