Am vergangenem Wochenende bevölkerten tausende Empörte die Straßen von Barcelona.
Einige hundert Menschen campierten in der Nacht von Samstag auf Sonntag in den Straßen Barcelonas, obwohl das Wetter nun nicht grade dazu einlud. Am Wochenende schlug dieses nämlich um, und die Temperaturen sanken um 15 grad und der Temperaturabsturz wurde durch heftige Gewitter begleitet, was die Empörten aber nicht abhielt in Zelten die Nacht zu verbringen.
Die Empörten trafen sich am Sonntag Nachmittag in der Innenstadt um gegen Kürzungen beim öffentlichen Dienst, der Bildung und der Gesundheit zu demonstrieren. Unter ihnen waren Lehrer von öffentlichen Schulen, Ärzte, Beamte und Krankenschwestern aus verschiedenen Krankenhäusern, sie alle füllten die Straßen der katalanischen Hauptstadt. Laut Guardia Urbana (örtliche Polizei) waren es 5.000 Teilnehmer, die Organisatoren sprachen dagegen von über 25.000.
Am Ende des Protestmarsches wurde ein Manifest verlesen.
Um ca 19:00 trafen sich die Demonstranten auf der Plaza de Cataluna zusammen. Sie kamen aus verschiedenen Bezirken der Stadt oder aus nahegelegenen Orten wie L`Hospitalet de Llobregat und der Arc de Triomphe, wo sie das Protest Manifest verlasen, in dem sie nicht nur die unsäglichen Kürzungen kritisierten, sondern auch die Spekulationen an der Börse und die Korruption.
Bei der Demonstration war auch die 15-M zugegen und füllte ebenfalls die Strassen zu tausenden. Viele von ihnen hatten Protest-Schilder mit Aufschriften wie: „Politiker und Banker: Halten Sie Ihre Hände von öffentlichen Dienstleistungen fern“, „soziale Scraps = Staatsterrorismus ‚,‘ Keine weitere Kürzungen“ oder „Wir zahlen alle diese Schulden nicht“.
Krankenschwestern versammelten sich in ihren grünen Kitteln zum Flashmod und riefen Parolen wie: „Keine Kürzungen in der gesundheitlichen Grundversorgung“ oder aber „Auch alte Menschen haben ein Recht auf Medikamente!“
In Lleida kam es ebenfalls zu Demonstrationen von mehreren Hundert Menschen, die gegen die Kürzungen im öffentlichen Dienst, wie Polizei, Geundheit und Bildung zwar lautstark aber friedlich demonstrierten.

So ging es auch in New York rund, dort hatten die Empörten einen Protetst gegen die Wallstreet gestartet, der sich auch in Spanien, Ägypten und Griechenland fortsetzte. Ihre Absicht bestand und besteht darin, innerhalb ihrer Länder die Börsen zu besetzen und die Wirtschaftsmächte am Spekulieren zuhindern. Vorausgegangen war dieser Aktion eine Protestaktion in verschienden Städten auf der ganzen Welt, darunter mehrere in Spanien, wie z.B. die Metropolen Barcelona und Madrid.
Zeitgleich dazu wurde im Internet über Twitter aufgerufen die „Wallstreer zu besetzen“. Was sich auch viele Weltweit zu Herzen nahmen.
In Manhatten haben hunderte Demonstranten vor der Wallstreet demonstriert, was Spanien inspirierte es ihnen gleichzutun.
Samstag Mittag (16:00 MEZ) versammelten sich dutzende von Menschen im Bowling Green Park, vor dem „Bullen“.
Unter dem Motto „Nehmen Sie den Stier bei den Hörnern“ haben die Protestanten Flyer verteilt. Die Bewegung und Organisatoren versuchten, die Wall Street mit etwa 20.000 Menschen zu besetzen, um ein Lager mit Betten, Küchen, und Barrikaden auf friedliche Weise an der Wall Street für ein paar Monate aufzubauen und zu halten.
Es war der Höhepunkt einer Reihe von ähnlichen Demonstrationen auf der ganzen Welt.
Dabei hieß es: „Wir sind Menschen, und nicht Aktienindizen‘,‘ „IWF, lass uns leben“, „Diktatur der Märkte“ oder „Niemand hat sie gewählt. Stoppen Sie die Schikanen und die Manipulation unserer Demokratie „, waren einige der Slogans, die in Städten auf der ganzen Welt am Samstag zu hören waren.

„Was wir gemeinsam haben ist, dass 99 Prozent der Menschen, die Gier der Börse ablehnen, da sie uns auch Privat ins Unglück stürzen.
Die Organisatoren wollen ähnliche Massendemonstrationen in anderen Teilen des Landes organisieren, beginnend am 6. Oktober in Washington.