Erst drohte die Türkei Zypern offen mit Krieg und nun lässt die Türkei auf Worte Taten folgen. Erst vor kurzem drohte Erdogan, wenn die Zyperngriechen nicht die Erforschung der Erdgasvorkommen einstellen, Kriegsschiffe in das Gebiet zu entsenden, um türkische Ansprüche auf Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer zu unterstreichen, nun sind tatsächlich türkische Kriegsschiffe in der Region.
In der vergangenen Woche hatte die US-Firma Noble Energy im Auftrag Zyperns mit Probebohrungen im sogenannten „Block 12“ der maritimen Wirtschaftszone Zyperns begonnen, in der Nähe der Grenze zwischen der zypriotischen und der israelischen Zone.
Zypern hatte sich zuvor mit Israel und auch Ägypten auf den genauen Verlauf dieser Grenze geeinigt. Die amerikanische Firma Noble ist sowohl von Israel als auch von Zypern beauftragt, Probebohrungen in den jeweiligen Wirtschaftszonen beider Länder vorzunehmen.
Geht es der Türkei wirklich um das Erdgasvorkommen, oder sollen vielmehr Machtansprüche demonstriert werden? Diese Frage kann mit einem Eindeutigen „ja“ beantwortet werden, dass beweisen auch die drohenden Äußerungen des türkischen EU-Ministers Egemen Bagis: „Wenn die Griechen aufhören, hören wir auch auf, wenn sie weitermachen, werden sie die Haltung der Türkei sehr gut kennenlernen“.
International ist nur der griechische Teil anerkannt, als rechtmäßiger Vertreter ganz Zyperns. Somit sind die (Süd)-Zyprioten juristisch eindeutig im Recht – darin sind sich alle Experten einig, außer vielleicht jene der Türkei. Die zypriotische Regierung nannte die Präsenz türkischer Schiffe in diesen Gewässern „illegal“.
Nun mischt sich aber auch noch die UNO in den Gasstreit ein, doch braucht Zypern diese Einmischung nicht.
Der UN-Beauftragte Alexander Downer hat am Dienstag angeboten, beim Streit zwischen Ankara und Nikosia in der Frage der Ausbeutung von Gasvorkommen vor der Küste Zyperns zu vermitteln. Doch mit solch einem Angebot zweifelt die Uno das Recht Zyperns an, vor seiner Küste zu forschen.
Warum hat die UNO angeboten, zu vermitteln? Tut die Republik Zypern etwas außerhalb ihrer anerkannten Rechte, etwas, das gegen das Völkerrecht verstößt?
Allein die Tatsache, dass die Frage von dem UN-Beauftragten gestellt wurde, lässt den Eindruck entstehen, dass das Teil der Auseinandersetzungen zwischen Zyperngriechen und Zyperntürken sei, die beim innerzyprischen Dialog oder bei den Vereinten Nationen diskutiert werden müsse. Jeder hat Zypern das Recht zugesprochen, mit den Untersuchungen fortzufahren. Nur Ankara zweifelt dieses Recht an und verstößt somit gegen das Völkerrecht. Die Reaktion auf das Angebot von Downer muss schnell und klar sein: Es gibt nichts zu vermitteln.
März 29, 2012 at 10:24 am
Ich antworte zwar spät , aber ich denke du wirst dir das mal trotzdem durchlesen…
Kofi annan hat versucht in der Zypernfrage zu Vermitteln ,sodass die Insel ein staat mit zwei autonomen Gebieten werden sollte …
Wer war dafür? Richtig , NORDZYPERN mit 61% , wer dagegen? Auch Richtig SÜDZYPERN mit 65%, also erkundige dich mal wieso, das ganze die Türkei so sehr stört und warum die UN versucht zu vermitteln!! weil sie erkennt das der Süden nicht Handlungsfähig ist !!