Hier mal ein typischer Fall von Vetternwirtschaft, mit einer vermulich gut bezahlten pseudo Arbeitsstelle. Diese Praxis läuft in der BRD schon seit Jahrzehnten. Diese Art Arbeitsstellen werden proforma öffentlich zum Schein ausgeschrieben, obwohl sie schon längst an gute Bekannte vergeben sind.

Arnsberg, die rund 78.000 Einwohner zählende Hauptstadt des Sauerlands, hat die Stelle einer »Klimamanagerin« bzw. eines »Klimamanagers« ausgeschrieben.

Gesucht wird ein/e Ingenieur/in mit Schwerpunkt Erneuerbare Energie. Doch aus der Stellenbeschreibung geht leider nicht hervor, wie der/die angenommene Bewerber/in das gemäßigt atlantische Klima des Sauerlands managen soll.
Soll er/sie bei Bedarf nach Art eines Schamanen durch Beschwörungen für Regen oder Sonnenschein sorgen?
Soll er/sie die Thermostate von Heizungen und Klimaanlagen richtig einstellen? Oder soll er/sie einfach für ein ruhiges Öko-Gewissen und gute Stimmung sorgen?

In diese Richtung gehen folgende dem/der angenommenen Bewerber/in zugewiesenen Aufgaben: Konkretisierung der Maßnahmen zur Umsetzung des Klimaschutzkonzepts der Stadt, Erarbeitung und Durchführung von Aktivierungs- und Umsetzungsstrategien, Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung von begleitenden Informations- und Bildungsveranstaltungen sowie die Erstellung von Informationsmaterialien, Beratung der potenziellen öffentlichen, privaten und bürgerschaftlichen Akteure über die Inanspruchnahme wichtiger Förderprogramme.
Dafür bietet die Stadt ein Gehalt der Entgeltgruppe 11/12 TVöD und eine zusätzliche Altersversorgung des öffentlichen Dienstes. Wer sich angesprochen fühlt, kann sich noch bewerben.