Der Präsident des Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) sieht das deutsche Parlament in Fragen um den Euro-Rettungsschirm quasi als entmachtet an. Bedingungen und Entscheidungen rund um EFSF seien nichts mehr als eine Farce.
Sinn schreibt dazu wörtlich: „Der EZB-Zentralbankrat ist die wahre Wirtschaftsregierung der Euro-Zone, und er hat die Parlamente in der Hand„. Hier würden letztendlich die Entscheidungen getroffen. Die politische Einflussnahme der Euro-Mitgliedsstaaten seien überschätzt.
Auch wenn der Deutsche Bundestag die Euro-Hilfen blockieren würde, so hätte der Zentralbankrat weitergehende Möglichkeiten diese doch zu bekommen. Diese Macht könnte die Mitgliedstaaten bald mit ihren Gelddruckmaschinen erpressen.
Die Macht der EZB hat fatale Konsequenzen für die Bundesbürger:
Schon bald wird für uns eine Inflationsquote von über 5 Prozent alltäglich sein (siehe heute Großbritannien, derzeit 5,2% ), da die Eurozone künfiig nur noch nach dem französischen Modell einer EFSF-Banklizenz – sprich Druckerpresse – wird finanziert werden können. 5% Inflation bedeutet konkret, dass sich Ersparnisse binnen 10 Jahren halbieren.
Schlicht deshalb, weil die Kapazitäten der EZB, große Staaten wie Italien über Stützungskäufe seiner Anleihen zu subventionieren, bis dahin ausgeschöpft sind und Eurobonds rechtlich noch mehrere Jahre brauchen.
Dieses Geschäftsmodell wird fortan über den EMS – sprich öffentliche Kredite der Staatengemeinschaft – fortgetragen, denn die EZB kann das jetzige Modell ohne Verkauf eigener Ressoucen nur noch rund zwei Jahre durchstehen (im Schnitt ca. 100 Mrd. Targetkredite pro Jahr, alleine im August verteilte sie 47 Mrd. Euro weiterer Targetkredite!).
Doch Fakt ist: Wegen Italien – für den gehebelten EFSF viel zu groß – kündigt Mario Draghi bereits weitere Interventionen durch die EZB an.
Doch hierzu müsste die EZB in zwei Jahren ihre Gold- und Devisenbestände im Wert von 510 Milliarden Euro verkaufen – das reicht für weitere 5-6 Jahre. Ab 2018 – so die FAZ – bliebe dann ohnehin nur noch die Druckerpresse – sprich Inflation durch Aufblähung der Geldmenge.
Andere Alternativen, die Druckerpresse bereits 2013 anzuwerfen, gibt es für die Euro-Träumer und somit die Wähler von Union, SPD, Grüne und FDP nun mal nicht.