Griechenland sollte für seine Schuldenpolitik nicht mit Sparauflagen bestraft werden, sondern mit einem unbegrenzten Scheck wirtschaftlich wieder auf die Beine gestellt werden. Dies fordert Hans-Joachim Voth von der Universität Pompeu Fabra in Barcelona. Andererseits, so Voth, sei Chaos kaum mehr abzuwehren.
Mit seiner Meinung steht der Lehrstuhlinhaber nicht allein, mehrere Ökonomen fordern ebenfalls radikales Umdenken. So etwa plädiert Harvard-Ökonom Philippe Aghion für einen griechischen Marshall-Plan, da die derzeitige Austeritätspolitik Griechenland zwangsläufig in eine Rezessionsspirale führe.

Das Bundeskanzlerin Merkel alles zur Euro-Rettung unternehmen wird sollte jedem klar sein, auch wenn sie ihr Land damit in den Ruin treibt. So schwor die Kanzlerin ihre Minister in ihrer Internetansprache auf eine dürre Dekade ein.
Die Überwindung der griechischen Schuldenkrise wird nach Ansicht der deutschen Kanzlerin für die Deutschen ein „mühevoller Weg“. Mindestens zehn Jahre soll es dauern, die Schulden abzubezahlen und wieder auf das Niveau von vor der Krise zu kommen.
Merkel betonte die existenzielle Abhängigkeit Deutschlands von Europa und die Verpflichtung der Deutschen, „die Dinge in Ordnung zu bringen“ und die über Jahrzehnte von Griechenland angehäuften Schulden zu bewältigen.

Noch redet man nur über Griechenland. Doch was, wenn die anderen Staaten auch nach Hilfe schreien, wer bezahlt dann die Blankoschecks?