Im Juni 2011 verboten die Niederlande das rituelle Schächten, weil es beim Schächten zu erheblichen Leiden und Schmerzen kommt, da die Tiere ohne vorherige Betäubung die Kehle aufgeschlitzt bekommen.

Wie jetzt bekannt wurde, hat man die Verbotspläne der Partei für Tiere (PvdD) gekippt. Marianne Thieme (PvdD) hatte den Gesetzentwurf beim Senat eingereicht, zog sich aber anschließend aus der Debatte zurück, nachdem Landwirtschaftsminister Bleker persönlich in der Sache eingriff, Thieme beschimpfte, dass sie sich doch aus der Religion und Politik fernzuhalten habe und sich für das Schächten ausgesprochen hatte. Der Senat verlangt nun ein aufklärendes Schreiben von Minister Bleker.
Nach Thiemes Rückzug stellte Bleker einen Kompromiss vor. Unter anderem will er Absprachen mit jüdischen und muslimischen Schlachthäusern. Darin soll festgelegt werden, wie lange ein Tier bei Bewusstsein sein darf, ehe es stirbt. Auch die Zahl der rituellen Schlachtungen an den jeweiligen Feiertagen soll festgelegt werden.

Dabei ist es doch so einfach mal einen Blick über die Landesgrenzen zu werfen, und siehe da, in der Schweiz ist das Schächten von Säugetieren verboten, für Geflügel jedoch erlaubt. In Schweden, Island und Liechtenstein ist Schächten verboten. Mit anderen Worten, wenn man es verbieten will, dann geht das auch!