90 Asylbewerber für 360-Seelen-Dorf

Posted on Januar 27, 2012 von

6



Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald will das Haus Sonnenhang in Feldberg-Altglashütten von der Kur und Reha GmbH Freiburg anmieten und in ihm bis zu 90 Asylbewerber unterbringen. Für das 360 Seelen zählende Dorf wäre dies eine Herausforderung. Die Einflussmöglichkeiten der Gemeinde Feldberg auf das Vorhaben sind begrenzt. Baurechtlich hat sie keine Handhabe dagegen und versagt sie der erforderlichen Nutzungsänderung ihr Einvernehmen, wird sie vom Regierungspräsidium einfach überstimmt.
Ende November hörte der Gemeinderat erstmals in nichtöffentlicher Sitzung von den Plänen des Landkreises. Hotelier Martin Dünnebacke, der in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem vom Kreis jetzt angemieteten Gebäude ein Vier-Sterne-Hotel führt, sprach am Dienstagabend in der Bürgerfragestunde des Gemeinderats das Thema an und bezeichnete es als „nicht tragbar, wenn in einem 360-Einwohner-Dorf 90 Asylbewerber untergebracht werden“. Das sei so, als wenn in Freiburg plötzlich 70.000 Flüchtlinge einquartiert werden, rechnete er hoch.
Erfolgsversprechende Aussichten auf ein Veto habe die Gemeinde so gut wie keine, meint Bürgermeister Stefan Wirbser. Was die Relation von Einwohnern und Flüchtlingen angeht, gibt es keine gesetzliche Regelung
.

Derzeit kann man das Deutschsein am Selbstvernichtungswillen der Entscheidungsträger und ihrer Unterstützer festmachen, wieviel Bier diese trinken weiß ich nicht, aber wo Herr Wulff übernachtet ist inzwischen bekannt. Er hat den WM-Spruch „Zu Gast bei Freunden“ wohl zu wörtlich genommen. Und der Unterschied zwischen Fremdenfeindlichkeit und Selbsterhaltung ist Definitionssache.

Posted in: Uncategorized