Ägypten will 43 Mitarbeiter von regierungsunabhängigen Organisationen wegen angeblich illegaler Finanzierung vor Gericht stellen. Unter den angeklagten Ausländern sind neben zwei Deutschen 19 US-Amerikaner, fünf Serben und drei Bürger arabischer Staaten.
Am 29. Dezember waren Razzien bei 17 Organisationen mit dem Verdacht der illegalen ausländischen Finanzhilfe begründet worden. Betroffen war auch das Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kairo. Nach den Razzien wurde für mehrere US-Bürger ein Ausreiseverbot verhängt. Bundesaußenminister Guido Westerwelle will die Einschränkung der Arbeit von Stiftungen nicht hinnehmen. Eine Behinderung sei „in keiner Weise akzeptabel“, sagte er am Sonntag in der ARD.
Mit der Anklage verschlechtert sich auch das Verhältnis zwischen Kairo und Washington. Eine Sprecherin des US-Außenministeriums äußerte sich besorgt: Man erwarte Klärung von Seiten der Ägypter. Außenministerin Hillary Clinton drohte ihrem ägyptischen Kollegen Mohammed Amr am Samstag gar mit einem möglichen Stopp der Militärhilfe, falls der Konflikt über die Nichtregierungsorganisationen nicht beigelegt werde.
Kairo erhält von den Vereinigten Staaten eine jährliche Unterstützung der Armee von rund 1,3 Milliarden Dollar. In einer Reaktion erklärte Amr am Sonntag, dass die Regierung sich nicht in die Arbeit der Justiz einmischen könne.
Das Datum für den Prozessauftakt steht bislang noch nicht fest. Wie aus Justizkreisen am Sonntag verlautete, gilt für alle Betroffenen weiterhin ein Ausreiseverbot.

Ägypten mutiert immer mehr zum Land des Abenteuer-Urlaubs, und für dort arbeitende Europäer oder Amerikaner muß so langsam der Gefahrenzuschlag erhöht werden. Doch wer dort als Ausländer noch arbeitet oder urlaubt ist für sein Schicksal selbst verantwortlich und sollte nicht jammern wenn er die Härte des Islam zu spüren bekommt.