Es sind die wohl erstaunlichsten Wetterfotos des Winters: Ein amerikanischer Sender hat die Bilder riesiger Wolken veröffentlicht, die sich über der Stadt Birmingham in den USA türmten. Eine Kaltluftschicht am Boden gebar die nebligen Giganten.
Die Kolosse wirken wie Monsterwellen auf dem Ozean; die Exemplare am Himmel jedoch sind deutlich höher. Sie entstehen wie Wellen auf dem Meer: Dort streicht Wind übers Wasser und bringt das Wasser in Wallung. Auch Wogenwolken bilden sich, weil Wind über eine Luftschicht zieht und sie in Schwingung versetzt.
Das passiert vor allem im Winter, wenn sich die Luft am Boden stark abgekühlt hat. Die kalte, meist neblige Schicht wiegt schwerer als wärmere Luft, die aufgrund ihrer Leichtigkeit nicht eindringen kann in den bodennahen Kaltluftsockel. Luftströmungen streichen also über die Kaltluft wie Wind übers Meer – und die neblige Kaltluft schlägt Wellen; Wogenwolken erheben sich.
Im Fachjargon heißen die Nebelberge Kelvin-Helmholtz-Wolken nach den Physikern Lord Kelvin und Hermann von Helmholtz, die erstmals mathematische Lösungen für das Wellenphänomen entwickelt hatten. Die Wogen sind recht häufig am Himmel, denn ständig bringen Winde die Luft zum Schwingen und Flugzeuge zum Wackeln. Gewöhnlich jedoch verrät kein Nebel die Wellen, und so bleiben sie meist unsichtbar – im Gegensatz zu den eindrucksvollen Wogen von Birmingham.
Februar 13, 2012 at 10:55 am
Spitze!
Danke.