Warum liest man so wenig, wenn überhaupt etwas in der deutschen Qualitätspresse, wenn es um Migranten geht?
Einmal weil die Politik es nicht will, die Chefredakteure Angst um ihre Häuser haben, und vor allem weil Journalisten massiv bedroht werden.
Der Redakteur der Allgemeinen Zeitung der Lüneburger Heide (AZ), Thomas Mitzlaff berichtet folgendes:
In den vergangenen Wochen hätten die Verwandten und Freunde der beiden Angeklagten mehrmals versucht, Journalisten und Zeugen einzuschüchtern. Auch ihn. „Wir machen dich platt„, hätten sie zu ihm gesagt. „Pass auf, du weißt, was anderen passiert ist.“ Mitte Februar sei er angerufen worden: Er habe genug über den Prozess berichtet. Er wolle doch weiter in der Region leben, er müsse aufhören – sofort.

Die anderen, sagt Redakteur Mitzlaff, hätten gemeinsam mit dem Vater eines der Angeklagten Journalisten und Zeugen bedroht. Im Gerichtsgebäude habe ein junger Mann ein Messer gezogen und ihm, Mitzlaff, gesagt: „Wir sitzen hinter dir.“
„Das kann sich eine Stadt nicht gefallen lassen“, sagt AZ- Chefredakteur Andreas Becker.
Die Stadt Uelzen beteuert, es gebe kein Kriminalitätsproblem. SPD-Bürgermeister Otto Lukat sagte: „Trotz aller Vorfälle lege ich Wert auf die Feststellung, dass Uelzen eine sichere Stadt ist.
„Es ist absolut unerträglich, dass Kriminelle Jagd machen auf Journalisten. Uelzen ist nicht die Hauptstadt einer Bananenrepublik, sondern liegt mitten in der Bundesrepublik Deutschland“, sagte der DJV-Vorsitzende Michael Konken.

Vor zwei Wochen berichtete die Lokalzeitung auf der Titelseite In eigener Sache über diesen Angriff auf die Pressefreiheit, den man in einem Russland der Oligarchen erwartet hätte, aber nicht in Uelzen am Rande der Lüneburger Heide. „Die AZ- Redaktion bekommt seit Wochen massive Drohanrufe, AZ- Redakteure werden bei ihrer Arbeit im Umfeld des Gerichtes demonstrativ fotografiert und in übler Weise beschimpft“, hieß es in dem Artikel. Dennoch werde man weiterhin über das Verfahren gegen Ismael N. und Robert K. berichten.

Es geht um versuchten Totschlag. Die Angeklagten, beide 19 Jahre alt, sollen vor einem halben Jahr einen Türsteher mit einer Bierflasche zu Boden geschlagen und ihm gegen den Kopf getreten haben. Über die Angeklagten und ihre Familien, die aus dem Libanon und Osteuropa stammen, wird in Uelzen viel erzählt. Von illegalen Wetten, Menschenschmuggel und Raub ist die Rede. Mehr als 100 Straftaten sollen sie verübt haben: Beleidigung, Diebstahl, Erpressung, Körperverletzung.