Was zu erst wirklich absurd klingt, erscheint mir am Ende doch relativ interessant, weil vielleicht dann endlich auch manch ein Autofahrer ab und an auf Öffis umsteigen würde, könnte sich dieses Projekt doch als ein eventueller Schritt Richtung Umwelt herausstellen.
Wir tun eh zu wenig für die Mutter Erde. Wir bomben sie ab, statt das Geld in lukrative Alternativen für Ressourcenschonung zu investieren.
Der Vorschlag von Pirat Brunner zum BVG-Programm ist ziemlich radikal….
Im Wahlkampf war es die wichtigste Forderung der Piraten: der fahrscheinlose Nahverkehr.
Jetzt sind erstmals konkrete Details bekannt geworden. In der B.Z. erklärt Pirat Claus Gerwald-Brunner (39) das BVG-für-alle-Programm. Demnach müsste künftig jeder Berliner rund 30 Euro im Monat zahlen – egal ob er mit den Öffentlichen fährt oder nicht!
Aber wie soll das praktisch gehen? Brunner: „Den Betrag behalten die Finanzämter ein, wie die Lohnsteuer.“ Gewinner wären die bisher mehr als 380.000 Abo-Kunden der BVG. Statt mindestens 56 Euro pro Monat würden sie nur noch rund die Hälfte zahlen.
Allerdings: Damit das Modell funktioniert, müssten eben auch alle übrigen Berliner 30 Euro berappen – auch wenn sie BVG und S-Bahn gar nicht nutzen.
Für Kinder, kinderreiche Familien und Geringverdiener (bis 850 Euro) soll es jedoch Härtefallregelungen geben, sagt Brunner. „Kinder unter sieben Jahren fahren, wie jetzt, weiter kostenlos. Wer nur sehr wenig verdient, braucht nur den halben Preis zu zahlen.“
Touristen müssten nach dem Modell eine neue Steuer zahlen, eine Art gestaffelte Kurtaxe („Bed-Tax“). Die soll bei 1,20 Euro pro Tag anfangen.
Nur eine absurde Piraten-Idee? „Wir hoffen, damit zehn Prozent weniger Autos in der Stadt zu haben“, sagt der verkehrspolitische Sprecher, Oliver Höfinghoff. „Wer schon 30 Euro zahlt, verzichtet auch eher aufs Auto.“
Ole Kreis, verkehrspolitischer Sprecher der SPD, sieht das BVG-für-alle-Programm dagegen skeptisch: „Dass jeder zahlt, ist unsozial.“
Sicher jaulen viele bei diesem Konzept auf, aber hey, warum darf es die GEZ und da heult keiner rum?! Oder führt es nur dazu, dass die Kosten aus dem Ruder laufen und die ganze Geschichte noch teurer wird?
Januar 13, 2016 at 9:37 am
Am besten geben wir gleich ALL unser Geld an den Staat und lassen den Staat uns sagen was wir brauchen und wie viel davon! /sarc
Januar 5, 2016 at 1:06 pm
Guter Vorschlag. Doch solange ich für einen Arbeitsweg von 15km eineinhalb (!)Stunden mit dem ÖPNV einplanen muss (incl. Umsteigen, Wartezeiten etc.) nehme ich doch lieber das Auto, da brauche ich nur 20 Minuten! Und wer garantiert, dass der angegebene Betrag von 30 €nicht in schöner Regelmäßigkeit „angepasst „wird?
September 2, 2015 at 8:33 am
Die „Asylfordrer“ dürfen natürlich weiterhin kostenlos fahren, oder?!Daher: nein!! Der Typ, der das vorgeschlagen hat, ist doch der, welcher auch „angeregt“ hat, man solle mit Panzern auf Asylkritiker losgehen, oder?! Was, zum Kuckuck,denkt sich dieser Kerl eigentlich??
März 12, 2012 at 10:35 pm
Noch eine Zwangsabgabe mehr…GEZ, Kirchensteuer…
März 9, 2012 at 6:13 pm
Das geht doch viel einfacher: die Arbeitgeber überweisen die Gehälter ihrer angestellten direkt an den Staat, und der Staat verteilt das gleichmäßig unter den Bürgern oder gibt gleich Lebensmittelmarken heraus so wie in den USA. Dann hört vielleicht auch endlich der Neid auf.
März 9, 2012 at 1:04 pm
Vielleicht will man den Diebesbanden in den Öffis auch nur mehr potentielle Opfer zuführen, damit ihr Lebensstandard nicht absinkt *iro off
März 9, 2012 at 12:09 pm
Das sehe ich genauso. Was kommt als nächstes?
Man sollte sich doch erst-einmal um die verursachen kümmern die unsere Erde Vermüllen und Vergiften. Aber wie immer kommt der kleine Mann zuerst.
März 9, 2012 at 6:49 am
Utopie! Wenn alle ihre Autos stehen lassen, wären die Verkehrsbetriebe überhaupt nicht in der Lage, den Transport abzuwickeln. Außerdem weiß man ja, wo Gelder landen, die als Steuer eingezogen werden – jedenfalls nicht da, wofür sie angeblich eingezogen werden.
Wenn mehr mit dem Bus fahren sollen, muss der erst mal preiswerter werden. Eine Fahrt in Köln: 2,60 €, eine Fahrt in Antwerpen: 0,90 €. Und er müsste überhaupt erst mal Fahren: Fahrtzeiten Emden-Land ca. 4x täglich. Wer bis 20:00 arbeiten muss, hat gar keine Chance.
Wer gar keine Chance hat, den Bus hinterher auch benutzen zu können, sollte auch entsprechend nichts bis wenig zahlen