Islamisten-Prediger droht Hamburg mit Vergeltung

Posted on April 24, 2012 von

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Mit der Schließung der Moschee der Attentäter vom 11. September wollte die Hamburger Polizei vor zwei Jahren die islamistische Szene in der Hansestadt zerschlagen. Doch nun prahlt ein Prediger von der Rückeroberung „unserer Stadt“ – und droht zugleich mit Rache.

„Haben sie gedacht damals, sie machen Al-Quds Moschee zu, und alles ist vorbei? Bei Allah, sie werden sich noch wünschen, dass sie Al-Quds Moschee nie zugemacht hätten“, droht der aus Österreich stammende Islamist Mohamed Mahmoud in einer Videobotschaft, die „Welt Online“ vorliegt. Darin heißt es weiter: „Wir haben unsere Stadt wieder. Das ist unsere Stadt.“ In der Botschaft verunglimpft der Islamist den Verfassungsschutz als „Verfassungsschmutz“.

Mahmoud leitet nach Angaben des Portals das Netzwerk „Millatu-Ibrahim“. Die Mitglieder der Gruppe, die seit 2011 existiert und über Anhänger in mehreren Bundesländern verfügt, werden vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestuft. Das Netzwerk soll den Dschihad befürworten. Bislang war die Gruppe nur in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Berlin aufgetaucht. Nun offenbar erstmals auch in Hamburg.

Eigentlich dachte man in der Hansestadt, die islamistische Szene sei erfolgreich zerstört worden. Im August 2010 schlossen die Sicherheitsbehörden die umstrittene Taiba-Moschee, ehemals Al-Quds-Moschee. Bundesweit war die Einrichtung als Treffpunkt radikaler Gläubiger bekannt.

In der Moschee hatten auch einige der Todespiloten der Anschläge vom 11. September 2001 gebetet, darunter auch Mohamed Atta. „Jetzt geben wir dort den Ton an“, sagte Mahmoud weiter. „Wir geben auch in Berlin den Ton an. (…) Und es wird die Zeit kommen, wo man das auch sieht.“

„Ich verkünde noch eine frohe Botschaft, und die wird am meisten den Verfassungschmutz erfreuen, dass sie jetzt rauskommt: Ich kann euch verkünden, dass Millatu-Ibrahim nun auch in Hamburg präsent ist. Und nicht nur präsent, sondern stark präsent ist“, sagte Mahmoud während einer Predigt in einer nordrhein-westfälischen Moschee. „Wir haben unsere Stadt wieder. Das ist unsere Stadt.

„Jetzt geben wir dort den Ton an. Wir geben dort den Ton an!“, sagte Mahmoud weiter. „Wir geben auch in Berlin den Ton an. Millatu-Ibrahim existiert auch in Berlin und besteht auch in Berlin und arbeitet auch in Berlin. Und es wird die Zeit kommen, wo man das auch sieht.“

Der 26-jährige Österreicher Mohamed Mahmoud, war im September 2011 nach einer vierjährigen Haftstrafe wegen Bildung und Förderung einer terroristischen Vereinigung aus einem Wiener Gefängnis entlassen worden. Zunächst ließ sich der kontroverse Prediger in Berlin nieder, bevor er Ende 2011 nach Solingen (Nordrhein-Westfalen) umzog. Aktuell wohnt Mahmoud in Erbach (Hessen), predigt jedoch noch regelmäßig in einer Solinger Moschee-Gemeinde.

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