Es ist Tradition in dem rumänischen Dorf Calimanesti, in der Adventszeit zu schlachten. Doch in diesem Jahr endete der Versuch, den alten Brauch zu wahren, tragisch.

Ein 49-jähriger Bewohner des Ortes in den Vorkarparten rückte gerade seinem Schwein zu Leibe, als dieses – offenbar in düsterer Vorahnung – versuchte, sich aus der Situation herauszuwinden. Das Tier trat in Todesangst gegen die Hand des Schlachters und rammte ihm damit das Messer in den Hals.

Wie die Nachrichtenagentur Mediafax berichtete, kam jede Hilfe zu spät. Der herbeigerufene Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

In Rumänien ist das Schweine-Schlachtfest im Familien- und Freundeskreis sowie das anschließende Zubereiten der Würste und Pasteten der Inbegriff der Adventszeit. Die Tiere werden das Jahr hindurch mit Blick auf Weihnachten gemästet. Obwohl private Tierschlachtungen mit dem Messer seit dem EU-Beitritt des Landes 2007 verboten sind, lassen sich viele Rumänen nicht von dem Brauch abbringen.