Guten Morgen, all ihr Kriegsherren und andere, in der Kindheit im Sandkasten zu kurz gekommene Bettnässer.
US-Präsident Barack Obama hat den syrischen Machthaber Assad vor dem Einsatz von chemischen Waffen gewarnt und ihm mit einer Klage gedroht.
Die Sorge ist berechtigt, aber gerade von einem US-Präsidenten geäußert, dann doch irgendwie makaber. Eine Klage des später mal gewesenen Machthabers von Damaskus könnte nur vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag geschehen. Aber, soweit ich mich entsinnen kann, wurde dieses Gericht gerade von den US-Amerikanern nicht anerkannt. Möchte der Friedensnobelpreisträger den dann gefallenen Assad eventuell in Guantanamo vor Gericht stellen, der Ausgeburt demokratischen amerikanischen Rechtswesens?
Ebenso frage ich mich schon, ob beispielsweise ein hochrangiger US-Politiker oder Militär für den völkerrechtswidrigen Einsatz von Napalm-Bomben im Vietnam-Krieg verurteilt wurde?
An den Folgen leiden dieMenschen noch heute.
Nicht zu vergessen der jüngste Golfkrieg der US-Amerikaner und ihrer Vasallen um den Schoßhund Tony Blair, wie in einem Video wunderbar dargestellt. Mit einer Lüge, wonach Saddam Hussein im Niger spaltbares Material für eine Atombombe kaufen ließ, hatten George W. Bush und der entscheidende Strippenzieher Dick Cheney entgegen den UN-Resolutionen wider dem Völkerrecht den Irak überfallen und die dortigen Machthaber gestürzt.
Der Chefplaner des Irak-Krieges, Wolfowitz, konnte sogar noch einen Karrieresprung machen und Chef der Weltbank werden. Aber, naja, eine Weibergeschichte sollte ihn den Posten kosten. Was in diesem Umfeld anscheinend zum guten Ton gehört.
Um hier nicht falsch verstanden zu werden: Natürlich war Saddam Hussein ein Verbrecher, der lieber heute als morgen weggehört hätte. Aber warum hatte man ihm den politischen Garaus gemacht, nachdem man ihn im I. Golfkrieg gegen das Mullahregime im Iran hochgerüstet hatte und solchen Verbrechern wie jenen in Nordkorea oder einigen Despoten in Afrika lässt man ihre Untaten durchgehen?
Für mich gehört ein George W. Bush und seine Mitplaner genauso vor den Internationalen Strafgerichtshof wie die afrikanischen Despoten, deren man habhaft wurde und deren Verurteilung international für weniger Aufsehen und im Westen für weniger Widerspruch sorgt. Denn das Recht, ja sogar das Völkerrecht ist unteilbar! – Oder will der Westen eine solche Doppelmoral den Ländern des Arabischen Frühlings als positives Beispiel mit auf den Weg geben, um aus dem Sandkasten mit all seinen Doktorspielen in Demokratie endlich ins wahre Leben zu gelangen?
Dezember 5, 2012 at 5:47 pm
Das klingt ja wie die Massenvernichtungswaffen des Saddams Hitler Hussein im Irak,den wollte man auch seine nicht vorhandenen Massenvernichtungswaffen weg nehmen.