Das muss man sich wirklich 2 mal durchlesen:
Da kommt ein exmatrikulierter Student frech zurück in eine Vorlesung – und löst Polizei-Großalarm aus!
Was ist aus der deutschen Polizei geworden? Wo früher ein netter, alter Beamter in Uniform gereicht hat, wenn es um die Beseitigung öffentlichen Ärgernisses ging – wird heute ein Sonderkommando der Polizei bemüht! Was soll dieser Schildbürgerstreich?
An der Technischen Universität (TU) in Berlin hat das Erscheinen eines als selbstmordgefährdet geltenden Ex-Studenten einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Der 29-Jährige galt auch als aggressiv, wie die Universität am Mittwoch berichtete. Der Sicherheitsdienst sichtete ihn mittags mit einer großen, verdächtigen Tasche in einer Vorlesung im Chemiegebäude. Die TU verständigte daraufhin die Polizei. Am Ende kam exmatrikulierte frühere Student freiwillig aus dem Hörsaal und wurde von Einsatzkräften festgenommen.

Die Uni erstattete Anzeige wegen Störung des öffentlichen Friedens und erteilte dem 29-Jährigen Hausverbot.
Natürlich, um die Blamage der Polizei etwas zu mildern, wird der Student als „aggressiv“ und „selbstmordgefährdet“ dahingestellt. Ein Armutszeugnis der heutigen, deutschen Polizei!
Besonders lachhaft auch, die „große, verdächtige Tasche des Studenten“.
Wird man jetzt auch schon so hysterisch, wie die USA?
Was machen die uniformierten Flachpfeifen eigentlich in einigen Jahren, wenn 100.000 Korandertaler in Berlin randalieren und alles kurz und klein schlagen, weil das Sozialnetz gerissen ist und die Hartz-IV Fressteller leer bleiben?!
Februar 3, 2013 at 12:11 am
An der TU Berlin studieren mehr als 30.000 Studenten. Davon sind 2 Drittel männlich und 6000 Studenten sind Ausländer. Der Sicherheitsdienst hat sicher keine Daten über ordnungsgemäß exmatrikulierte Studenten, das sind alle jene, die ihr Studium abgeschlossen haben oder sich selbst abgemeldet haben.
Es kann sich in dem von dir angesprochenen Fall nur um eine zwangsweise exmatrikulierte Person handeln. Und da geht es sicher nicht um jemanden, der sich nicht fristgerecht abgemeldet hat, seine Gebühren nicht gezahlt hat oder die erforderliche Prüfung nicht bestanden hat. Denn über solche zwangsweise Exmatrikulierte wird der Sicherheitsdienst nicht informiert. Jeder dieser Leute kann ungehindert Zutritt erlangen und eine Vorlesung besuchen.
In dem von dir geschilderten Fall kann es sich nur um eine Person handeln, die zwangsexmatrikuliert wurde, weil sie gewalttätig wurde oder Gewalt androhte und/oder Veranstaltungen der TU wiederholt und ungebührlich störte.
Der Sicherheitsdienst ist nur in ganz besonderen Fällen informiert und verfügt auch nur in diesen speziellen Fällen über Fotos und sonstige personenbezogenen Daten. Offensichtlich handelt es sich um einen die Sicherheit gefährdenden Fall.
Du hast dich hier vergaloppiert. Seit wann ist auf deinem Blog eine Zeitungsmeldung das Amen im Gebet?
Es geht nicht darum, dass ein dubioser Zwangsexmatrikulierter vom Sicherheitsdienst erkannt und durch eine Polizeiaktion von der TU Berlin entfernt wurde, sondern dass es vor 15 Jahren noch gar keinen Sicherheitsdienst gab, weil es eines Sicherheitsdienstes damals noch nicht bedurfte.
Warum das Szenario heute durchaus Sinn macht, aber vor 15 Jahren noch undenkbar gewesen wäre, das ist die Problemstellung.
Februar 2, 2013 at 7:13 pm
Wie? Wollen wir jetzt alle Menschen mit grossen Taschen wie Schwerstkriminelle behandeln und abführen? In welche Ängste können sie sich denn einfühlen? Leiden Sie an einer grosse-Taschen-Phobie? Die Terror-Panikmache scheint bei Ihnen wirklich gefruchtet zu haben…
Februar 2, 2013 at 9:42 am
Wenn man bei Schülern und Studenten bereits heute schon vom Schlimmsten ausgeht, nur weil es in den USA von schiesswütigen Cowboys desöfteren Amokläufe gibt, dann sollte die Polizei bei Überfällen, Einbrüchen und anderen Einsätzen nur noch in Hundertschaften anrücken. Wer weiß denn schon wie gut die Täter ausgerüstet sind und wie weit diese zu gehen bereit sind?!
Februar 2, 2013 at 9:39 am
Wenn ich an meine Studienzeit denke und daran was wir für Zelte als Taschen mit uns herum schleppten.
Wenn es da für jeden Studenten zu einem Polizei Großeinsatz gekommen wäre, die Brüder hätten den ganzen Tag nur Stress geschoben und wären spätestens mit 40 in Frühpension gegangen.
Doch zum Stress der Korandertaler, gab es 1999 nicht einen gewaltsamen Palästinenseraufmarsch? Dabei wurden doch einige Polizisten schwer verletzt, weil diese für den randalierenden Mop greifbar waren, und man Seitens der Verantwortlichen glaubte, dass Asylanten der Polizei Respekt zollen.
Februar 2, 2013 at 8:48 am
Im Gegensatz zum Posting kann ich mich in diese Ängste einfühlen. Man stelle sich vor, was der Mann in diesen – garantiert waffenfreien „Umgebungen“ – schon mit einer Gaspistole anstellen kann.
Jedenfalls: Wenn Er nichts schlimmeres mit der Tasche plante, dann doch diesen aufsehenerregenden Polizeieinsatz !
MfG 🙂