Mit dieser Aussage schockierte der sozialistische Arbeitsminister Michel Sapin am Sonntag sein Land. In dem Radiointerview führte er weiter aus, dass es aufgrund der aktuellen Situation besonders wichtig sei, sich auf die Reduzierung des Defizits zu konzentrieren. Das berichtet „BBC“ unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP.

BBC-Korrespondent Christian Fraser fragt sich dagegen: „Bereitet die sozialistische Regierung die französische Öffentlichkeit auf eine schwierige Zukunft vor?“

Frankreichs Präsident Francois Hollande hatte erst vor kurzem angekündigt, das Defizit von 4,5 Prozent auf drei Prozent drücken zu wollen. Die Regierung arbeitet derzeit an einem Sparpaket und einer Arbeitsmarktreform, die es Betrieben ermöglichen soll, Mitarbeiter schneller zu entlassen. Bisher war Hollande eher für seine Steuererhöhungen berüchtigt. Ende des Vorjahres musste er allerdings einen herben Rückschlag hinnehmen: Die umstrittene Reichensteuer von 75 Prozent für Spitzenverdiener ist nicht verfassungskonform.

Und wer bezahlt nun den ESM und die Rettung des Euro, wenn Frankreich auch unter den Rettungsschirm schlüpft?