Das Verfassungsgericht wird die Politik wohl zur steuerlichen Gleichstellung der Homo-Ehe zwingen. Finanzminister Schäuble lässt nun nach SPIEGEL-Informationen verschiedene Modelle durchrechnen. Die Reform soll den Staat nichts kosten – am Ende könnte es auf eine Abschaffung des Kindergelds hinauslaufen.

Fraktionschef Kauder will gemeinsam mit seinen Mitstreitern will er die politische Zustimmung für ein Vorhaben ausloten, das in der Unionsfraktion für erhebliche Unruhe sorgen könnte – einen Gruppenantrag, der das Ehegattensplitting auf die eingetragene Lebenspartnerschaft ausdehnt.

Die Umstellung vom herkömmlichen Ehegattensplitting auf die große Familienlösung ist alles andere als trivial. Das liegt schon an den Kosten: Würde das Splitting von Eheleuten auf Kinder ausgeweitet, klafften große Lücken im Staatshaushalt.

Bislang funktioniert das Splitting so: Das Einkommen der Eheleute wird gleichmäßig auf Mann und Frau verteilt, die jeweils anfallende Steuerschuld addiert. Weil wegen der Progression mit steigendem Einkommen die Steuerlast überproportional steigt, ergibt sich eine Entlastung. Würde diese Methode um die Kinderschar erweitert, fiele der Splitting-Vorteil noch größer aus, die Verluste für den Fiskus aber auch.

Bundesfinanzminister Schäuble hat seinen Beamten deshalb zwei Vorgaben gestellt: Zum einen soll das neue Modell für den Fiskus bezahlbar bleiben, zum andern darf sich niemand schlechter stellen. Diese beiden Eckwerte stellen höchste Ansprüche an die Gesetzesschreiner und haben weitreichende Konsequenzen: Sie laufen auf einen Radikalumbau der bisherigen Familienpolitik hinaus.

Bezahlbar bleibt der große Wurf nämlich nur, wenn das bisherige Kindergeld und die Kinderfreibeträge wegfallen.

Viele Fragen sind zu klären: Wie wirkt sich das Familiensplitting auf Familien mit Allein- und Doppelverdiener aus? Mit einem Kind und mit mehreren, bei hohem Einkommen und bei niedrigem? Zählt ein Kind wie ein Erwachsener oder, wie in Frankreich, nur zur Hälfte? Welche Folgen ergeben sich, wenn beide Elternteile arbeiten, aber nicht verheiratet sind? „Das ist eine Jahrhundertaufgabe“, stöhnt einer der beteiligten Beamten.

Hau wech die Scheisse!!!! Wo gehobelt wird fallen schließlich Späne. Und die Späne sind in diesem Fall die Kinder. Doch wer braucht schon Kinder, wenn man sich Gebährmaschinen ins Land holen kann?!