Ein unbekannter Täter kauft an einem Kiosk Tabakwaren. Er streckt der Kassiererin den blauen Schein hin, normalerweise ein 20er. Diese gibt Waren und auch Wechselgeld ohne zu zögern hinaus, zufrieden verlässt der Täter den Laden.

Erst auf den zweiten Blick bemerkt die Verkäuferin den dreisten Trick: Der Fälscher hatte die „20“ überall durch eine „30“ ersetzt. Doch als sie ihm nacheilt, kann er flüchten.

Die Polizei von Coesfeld fahndet nach dem Fälscher, er soll um die 50 sein, sehr schlank und grüne Latzhosen getragen haben. Weitere Blüten sind bisher keine aufgetaucht.

„Wir gehen nicht davon aus, dass der Täter einen ganzen Keller voller 30er hat“, sagt Polizeisprecher Ralf Storcks. „Der Schein selbst ist zwar gut bearbeitet, das Material an sich aber zu schlecht für professionelle Fälscher.“

Dennoch zeige das Verhalten der Kassiererin, dass auch solche Scheine nicht immer erkannt werden. Laut Storcks ist es sogar besonders schlau, dass der Mann einen 30er produziert hat. „Wenn er erwischt wird kann er immer noch behaupten, das sei nur ein offensichtlicher Scherz gewesen.“