Der UN-Menschenrechtsausschuss hat Tschechien zum wiederholten Male zur Schließung eines Schweinezuchtbetriebs auf dem Gelände des früheren Konzentrationslagers Lety bei Pisek aufgerufen. Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg starben in dem Lager mehr als 300 Roma unter unmenschlichen Bedingungen, vor allem Kinder. In der Nähe gibt es seit 1995 eine Gedenkstätte.

Die Menschenrechtshüter in Genf forderten Tschechien zudem zu einem stärkeren Kampf gegen Intoleranz und Rassismus gegenüber Roma auf. Die Regierung in Prag müsse alles Notwendige tun, um rassistische Angriffe zu verhindern, heißt es einem am Donnerstag bekanntgewordenen Länderbericht. In Tschechien leben nach Schätzungen mehr als 200 000 Roma. Viele sind arbeitslos und leben in ärmlichen Verhältnissen.

Der Unmenschenrechtsrat braucht sich keine Sorgen zu machen, für die Schweine besteht keine Ansteckungsgefahr, außerdem werden die regelmäßig vom Tierarzt untersucht.