Obama bläst zum Krieg gegen Syrien. Noch Ende August, Anfang September fand Obama nicht genug Krieger, die freiwillig  ihr Leben für ihn in Syrien lassen wollten. So starteten mehrere Soldaten eine Initiative mit dem Titel: Ohne uns!“

Doch nun, nach dem G 20 Gipfel in Vilnius, hatten die Außenminister der Europäischen Union gemeinsam eine „klare und starke“ Antwort auf den Einsatz von Chemiewaffen gefordert.
Am Freitag hatten die USA und mit Großbritannien, Frankreich und Italien auch europäische Teilnehmerstaaten des Treffens in einer gemeinsamen Erklärung eine „starke internationale Antwort“ auf den Giftgaseinsatz in Syrien gefordert – Deutschland war der einzige europäische G-20-Staat, der nicht unterschrieben hatte.
Doch der  Bundesaußenminister Guido Westerwelle unterzeichnete die Erklärung beim Treffen der EU-Außenminister nachträglich. Mit dieser Erklärung um den Syrien-Konflikt schloss sich nun also auch die Bundesrepublik, wie die anderen zehn Staaten dem Kurs des US-Präsidenten Barack Obama an, dem Giftgas Einsatz in Syrien eine „starke internationale Antwort“ zu geben.

Bundesaußenminister Westerwelle begrüßte „aus vollem Herzen“ die gemeinsame Haltung der Europäer, die beim Außenministertreffen in Vilnius gefunden worden sei.

In Washington drängte US-Präsident Barack Obama den Kongress erneut dazu, einem Militärschlag in Syrien zuzustimmen. „Wir können unsere Augen nicht vor Bildern verschließen, wie wir sie aus Syrien gesehen haben“, sagte Obama am Samstag in seiner wöchentlichen Radioansprache. Die Mitglieder des Kongresses müssten aufstehen für die „Art Welt, in der wir leben wollen“. Der Kongress kommt am Montag aus der Sommerpause zurück. Am Dienstag will Obama sich in einer Ansprache an die Nation zu den Angriffsplänen äußern.

Doch die Pläne von Obama gehen weiter als bisher angenommen. Der Militärschlag gegen Syrien soll deutlich massiver ausfallen als von US-Präsident Obama bisher öffentlich geplant. Er soll dem Assad-Regime in 48 Stunden mehr Schaden zufügen als die Rebellen in zwei Jahren Bürgerkrieg. Es soll auch zu einem Flächen-Bombardement kommen, berichtet der Sender ABC.

Die Amerikaner wollen etwa 50 Ziele in Syrien bombardieren. Es soll sich dabei vornehmlich um die Kommando-Zentralen der syrischen Armee handeln. Generalstabschef Martin Dempsey, der noch vor wenigen Tagen gesagt hatte, dass ein US-Angriff nur sinnvoll sei, wenn es einen Plan gäbe, wie der Krieg weitergeführt werden könne, hatte beim Hearing des Senats-Ausschusses bereits angekündigt, dass es niemanden überraschen solle, „dass es nicht nur um ein einziges Ziel geht, sondern dass wir uns auch auf Ziele vorbereiten“, deren Bombardement im Zuge weiterer Kampfhandlungen nötig werden könnte.

Außerdem wollen die USA die Ausbildung von syrischen Rebellen auf dem Staatsgebiet von Jordanien verstärken. Diese Rebellen werden bereits seit einiger Zeit von der US-Armee in Jordanien geschult.

Was Obama allerdings noch nervt und deren Lage er noch nicht Herr geworden ist, ist der Widerstand gegen den Militär-Schlag, der  vor allem bei ehemaligen Generälen ungewöhnlich groß ist. So forderten einige von ihnen Dempsey in einem Brief zum Rücktritt auf. Es sein besser, zurückzutreten, als Kommandant in einem Krieg zu sein, an dessen Erfolgsaussichten Dempsey so deutliche Zweifel geäußert hatte.