Guten Morgen, all ihr FDP-Wahlkämpfer und andere politische Kostgänger des 21. Jahrhunderts.
Der Tiefpunkt der FDP sei 1994 gewesen, als die Liberalen mit dem Slogan: Wer Kohl will, muss FDP wählen! in den Wahlkampf gingen. So etwas solle es nie wieder geben, tönte der FDP-Vorsitzende Philipp Rösler bei seiner Antrittsrede als neuer FDP-Chef vor ach, so vielen Jahren. So viel zur Halbwertszeit politischer Grundsatzaussagen und zu dieser Ein-Thema-Partei, mit oder ohne Mittelstandsbauch.

Souverän, weil wenig gefordert, hat die wohl kalkulierende Machtfrau Angela Merkel den Wahlkampf ohne große Blessuren überstanden. Auch eine Kette konnte ihr nichts anhaben! Inhaltlich das Gewohnte, wusste sie zu überzeugen. Nicht zuletzt auch dank ihres entschiedenen Auftretens auf der Weltbühne. Die Ergebnisse solcher Auftritte werden wir erst nach der Wahl geliefert bekommen. Denn eines steht heute schon fest: Die Folgen der Schuldenkrise einiger Euro-Staaten sind noch keinesfalls überstanden! Da dürfte uns noch einiges bevorstehen, auch unangenehme Wahrheiten. Die allerdings Deutschland, DEM Hauptprofiteur der europäischen Gemeinschaftswährung, zugemutet werden. So konnten wir allein bei der Schuldenaufnahme an den Finanzmärkten dank der Krise und unserer Stärke in den letzten Jahren 41 Milliarden Euro sparen.
Für die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten und einem Wahlprogramm, die beide nicht unter einen Hut zu bringen sind, ist damit alles schon gesagt. Während die Grünen die eigentlichen großen Wahlverlierer werden könnten. Mit einem Steuerkonzept, das 99 Prozent der Deutschen nicht kennen, aber ablehnen, wegen der angedrohten allgemeinen Steuererhöhungen, so jedenfalls das Urteil der politischen Konkurrenz und aus der Wirtschaft. Dann die Sünden aus der Vergangenheit mit dem leichtfertigen Umgang mit Pädophilie. Wobei hier sicherlich auch bei den anderen nicht-konservativen Parteien aus der Nach-68er-Ära Leichen im Keller liegen dürften.
Dann die Linken, irgendwie unscheinbar wie eh und je, aber diesmal dem Merkelschen Vorbild folgend, jeglichen innerparteilichen Streit vermeidend, mit Maximalforderungen, dürften so schlecht nicht abschneiden.
Die große Unbekannte bleibt die Alternative für Deutschland. Bei der AfD, einer bürgerlichen Protestpartei, bei der man inhaltlich nicht weiß, ob sie sich rechts von der Union etablieren möchte. Sind das die Politiker gewordenen Wutbürger, die sich mehr Sorgen um ihre bürgerliche Existenz machen als um das Funktionieren des Allgemeinwohls? Interessant wäre schon ein Einzug dieser Unberechenbaren in den Bundestag, denn eine brav austarierende De-facto-Große-Koalition haben wir heute schon und werden wir auch mindestens ein Jahr nach der Bundestagswahl noch haben, egal wie die Mehrheitsverhältnisse im neuen Bundestag sind. Denn der Bundesrat bleibt mehrheitlich Rot-Grün-Rot, und sollte Hessen am Sonntag für Schwarz-Gelb verloren gehen, dann wird die Lage für eine neue schwarz-gelbe Bundesregierung noch prekärer.
Den Piraten sei ein Wahlergebnis von mindestens 1,5 Prozent der Wählerstimmen gegönnt. Denn ab dieser Größe greift die vom Steuerzahler zu berappende Wahlkampfkosten-Pauschale, bei der es für jeden Wähler 85 Cent aufs Konto der Partei gibt. Was bei zwei Prozent an die 800000 Euro sein können.
Und wenn die FDP in den nächsten Bundestag einzieht, dann wünsche ich den Liberalen eine gute Wahlparty – bei Mövenpick.

September 21, 2013 at 7:08 pm
Wenn ich so die Lage überblicke bekomme ich den mulmigen Eindruck, dass Alles hoffnungslos ist… seufz… Aber dann denke ich an Jesus und finde meine innere Stabilität wieder… grins
Ist das ein teuflisches Spiel… ich glaube, wir sollten jetzt langsam wieder anfangen zu beten, da die Zusammenhänge und Perspektiven wirklich aussichtlos erscheinen…
Aba ich gebe nicht auf!
September 21, 2013 at 7:43 am
Hat dies auf Aussiedlerbetreung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
Kostgänger ist der falsche Ausdruck, Kostverächter, siehe Bohnen, Erbsen und Linsen, wie auch Hafer und Bucheckern, Äpfel und Birnen, von den Beeren ganz zu schweigen! Glück Auf, meine Heimat!