Sexuelle Gewalt gegen Frauen ist in Indien allgegenwärtig. Trotz der Protestwelle nach der tödlichen Massenvergewaltigung einer jungen Frau im Dezember 2012 hat sich Aktivisten zufolge wenig geändert. Die frauenfeindliche und sexistische Einstellung vieler Polizisten hindere Opfer daran, sexuelle Gewalt anzuzeigen, sagen Frauenrechtlerinnen.

Inzwischen wurden die vier Vergewaltiger zum Tod verurteilt. Sie hatten im Dezember 2012 eine Studentin entführt, vergewaltigt und so stark verletzt, dass sie an ihren Verletzungen starb. Das grausame Verbrechen hatte das ganze Land aufgeschreckt und zu wochenlangen Protesten gegen Sexualstraftaten geführt. Ein fünfter, zum Tatzeitpunkt 17-jähriger Mittäter war hingegen zu drei Jahren in einem Erziehungsheim verurteilt worden – der Höchststrafe nach dem indischen Jugendstrafgesetzbuch.

Seitdem werden immer mehr Fälle von sexueller Gewalt bekannt – sogar von Polizisten selbst ausgeübt. So sollen indische Polizisten vor wenigen Wochen eine 14-Jährige sexuell belästigt haben, als sie eine Vergewaltigung anzeigen wollte.

Der Teenager habe ausgesagt, dass der Chef der Polizeistation sie gezwungen habe, sich auf der Wache auszuziehen.

Doch nun kommt es noch besser. Da meint doch der indische Polizeichef, dass man, was man nicht verbieten kann eben genießen soll. Das wäre an sich kein Skandal, aber im Bezug in dem er es sagte ist es schon.

Wenn man eine Vergewaltigung nicht verhindern kann, sollte die Frau sie genießen„, sagte Ranjit Sinha in Neu-Delhi.
Später sagte Ranjit Sinha laut dem Nachrichtensender NDTV, er habe „nur ein Sprichwort verwendet, um etwas zu veranschaulichen“. Mehrere Politiker bezeichneten den Kommentar als abscheulich und forderten seinen Rücktritt. Im Kurznachrichtendienst Twitter war die Empörung riesig, der Name des CBI-Chefs gehörte am Mittwoch zu den am häufigsten verwendeten Worten in Indien.

Was der indische Polizeichef sagte ist verabscheuenswürdig und ein Schlag ins Gesicht der Opfer. Doch seien wir mal ehrlich, ist es in der BRD anders?
„Die Deutschen müssen akzeptieren, dass die Zahl der Straftaten bei jugendlichen Migranten besonders hoch ist …” Angela Merkel

Oder wie sagte Bundespräsident Gauck in seiner Weihnachtsansprache: “Sorge bereitet uns auch die Gewalt: In U-Bahnhöfen oder auf Straßen, wo Menschen auch deshalb angegriffen werden, weil sie schwarze Haare und eine dunkle Haut haben. “

Diese beiden müssen auch ihres Amtes enthoben werden, denn auch sie betreiben Schuldumkehr und verhöhnen die Opfer.