Erste Grenzgemeinden wollen Bürgerwehren

Posted on November 27, 2013 von

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Erstmals diskutiert ein Amtsausschuss der Region darüber, die Sicherheit in den Dörfern und entlang der Grenze über eine Bürgerwehr zu organisieren.

Polzow: 20 000 Euro, Schwennenz: 20 000 Euro, Blankensee: 75 000 Euro Schaden – wenn Diebe in der Region zuschlagen, dann hinterlassen sie schockierte Landwirte und fassungslose Hausbesitzer. Wieder und immer wieder. Die Diebstähle der vergangenen Tage und Aussagen der Bundespolizei-Pressestelle in einem Nordkurier-Interview der vergangenen Woche, in der Region ausreichend präsent zu sein, führten im jüngsten Amtsausschuss Löcknitz-Penkun zu einer hitzigen Debatte – unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

In der Tagung hat es verschiedene Kritikpunkte gegeben, hieß es: Seit einer geraumen Zeit besteht der Eindruck, dass Informationen über Einbrüche und Diebstähle entlang der Grenze nicht weitergereicht werden. Man erfahre „nur noch die Spitze des Eisberges“. Vor diesem Hintergrund wurde über ein eigenes Informationssystem nachgedacht, um unabhängig von Behörden belastbares Zahlenmaterial über die Kriminalität im grenznahen Raum zu erhalten. „Wenn die Bundespolizei über keine Statistik zur Grenzkriminalität verfügt, dann muss eine geschaffen werden“, sagte einer der Amtsausschussmitglieder.

Im Verlauf der Diskussion haben nach unseren Informationen die Amtsausschussmitglieder intensiv diskutiert, wie in Eigeninitiative für Sicherheit entlang der Grenze gesorgt werden kann. Dabei wurde eine Art Bürgerwehr ins Gespräch gebracht, die sensible Bereiche im Blick hat. Ob Bürger nachts auf Lauer liegen oder Streife laufen – das blieb offen.

Wenn es um Eigeninitiativen geht, um die Sicherheit an der Grenze zu verbessern, dann hat eine Aktion bereits ein nachhaltiges Signal gesetzt: Ein Landwirt aus Blankensee fackelte vor einem Jahr nicht lange: Er verrammelte einen Grenzweg mit Feldsteinen, sodass dort keine schwere landwirtschaftliche Technik in Richtung Osten abtransportiert werden kann. Monate später stockte er diesen Wall sogar noch auf.

Wieder ein Grund mehr, für das Innenministerium, die Polizeidienststellen und die Polizisten zu reduzieren. Aber eigentlich braucht das Innenministerium sich diesen Schuh nicht anzuziehen, die anstehenden Bewerber zu Polizeibeamten sind bereits „dümmer als die Polizei erlaubt“ und somit nicht für den Dienst geeignet und so bleibt nur noch die Frage: Was kommt noch auf die Bürger zu, in einem Staat, der weder in der Lage noch willens ist seine Bürger zu schützen?

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