Ganz ernst ist es wohl nicht gemeint – obwohl das Thema an sich ernst genug ist:
FPÖ Mandatar Walter Rosenkranz bietet seinem KLS-Gemeinderatskollegen Wolfgang Mahrer zwei Asylbewerber „ganz privat zur Unterkunft“ an. Mahrer möge diese doch „bitte bei sich zu Hause in Egelsee aufnhemen“.

Vorrausgegangen war ein wildes Wortgefecht im Rahmen der Budgetdebatte des Rathauses. Es ging unter anderen um Sozialpolitik, und plötzlich griff Mahrer die FPÖ und speziell Rosenkranz an, weil dessen Wiener Parteifreund Johann Gudenus im Zusammenhang mit Asylbetrügern den Ausdruck „Knüppel aus dem Sack“ gebraucht hatte.

Rosenkranz ärgerte sich der Folge so sehr über Mahrers Angriff, dass er ankündigte, dem „Gutmenschen“ die Möglichkeit zu geben, seine „humanitär so hochtrabenden Worte und Ansichten in Taten zu kleiden“.
Mahrer denkt freilich nicht daran, sein Wohnhaus in ein Asylheim umzuwandeln: „Ich behalte mir die Art der Hilfe für Asylsuchende selbst vor, etwa durch Unterstützung des Integrationshauses, und ich lasse mich nicht für menschenverachtende Spielchen missbrauchen.“

Demgegenüber empfindet es Rosenkranz als „unerhört, dass Mahrer gegen die FPÖ sowie deren Haltung moralisierend wettert und sogar im gleichen Atemzug mit meinem Namen die Pogrome des Dritten Reichs in Verbindung bringt.“

„Gegenschlag“ von Mahrer: „Als Jurist müsste Rosenkranz wissen, dass die Prügelstrafe für alle Menschen in Österreich bereits abgeschafft ist und jedem, also auch den Linken, das Recht auf eine freie Meinungsäußerung zusteht…“

Jaja, die freie Meinung, mit der ist es ja so eine Sache, Herr Mahrer. Solange einige wenige, dafür aber lauthals, diese in die Welt posaunen ist alles gut, nur wenn dann konkrete Vorschläge kommen, wie z.B. von Herrn Rosenkranz, dann ist die Welt schon nicht mehr so rosig und das Dritte Reich wird ausgepackt und anderen um die Ohren gedroschen, nur weil man zwar eine Meinung aber keine Argumente zu dieser hat.