Vor den Augen aller, aber strafrechtlich und politisch ohne Folgen wird in Salzburg ein Geschäftsmodell durchgezogen,das mehr als einträglich ist.
Die Monatseinnahmen eines Bettlers betragen laut übereinstimmenden Quellen, niedrig geschätzt, 200 bis 300 Euro.
Für Bettler-Strukturen in Wien und Salzburg, wo laut den dortigen Polizei-Sonderermittlingsgruppen im Jahresschnitt rund 550 Bettler tätig sind, bedeutet das Monatsumsätze von mindestens 110.000 Euro.
Und so spielen sich auch in Salzburg ganz unglaubliche Szenen um das „Menschenrecht“ des Bettelns ab.
Ein Salzburger, der beruflich ständig zu Fuß in der Stadt unterwegs ist, berichtet: „Es gibt festgelegte Treffpunkte und eine arbeitsteilige Vorgangsweise. Am Salzachkai unter der Staatsbrücke ist täglicher Sammelplatz für die Bettler. Von dort bringt weiteres Personal  – die Männer, die sich tagsüber im Furtwänglerpark aufhalten – das erbettelte Geld in Plastiktüten an ein paar überaus wachsame Männer, die abseits um die Ecke warten und mit denen man sich lieber nicht einlassen würde“, so der Zeuge
Auch die Salzburger Polizei hat vor Weihnachten mehrere Roma wegen organisierten Bettelns angezeigt.
Doch in den Einvernahmen schweigen die Rumänen eisern: Es gebe keine Zwang…

Salzburg gelte als sehr guter Platz, denn die Vorbeigehenden geben in einer Mischung aus Mitgefühl und   Irritation jedenfalls so viel Geld, dass viele Bettler mehrmals am Tag die größeren Münzen in Scheine umwechseln – in Bars an der Linzer Gasse oder in Friseurgeschäften am Bahnhof. Kupfersmünzen wurde bis vor kurzem in der Nationalbank gezählt. Seit der dortige Münzzähler mit den angeschleppten 40 Kilo Kleinmünzen – eine Wocheneinnahme von 4.000 Euro! – den Geist aufgab, „hat man das abgestellt“, heißt es im Büro Preuner.

In der Stadt liegt längst eine Unzahl an Beschwerden aus der Bevölkerung vor. Die E-Mails haben keinen rassistischen oder sonstwie feindlichen Ton, sie beschreiben aber die Auswüchse und Begleitumstände des ungezügelten Bettelns: Anrainer klagen über Vermüllung und Geruchsbelästigung durch Exkremente; Eltern sagen, ihre Kinder fürchteten sich vor den grotesk auf dem Boden kauernden Bettlern; in einem Innenstadtgeschäft sei eine Mitarbeiterin angespuckt worden, als sie Bettler aus dem Geschäft verwies.

Die rot-grüne Mehrheit der Stadt ist gegen ein  Bettelverbot und behauptet, dies sei rechtlich nicht möglich. Der Verfassungsgerichtshof bezeichnet Betteln als grundlegendes Recht auf freie Meinungsäußerung.