Nach dem Tod von Jonny K. hat es vergangenen Sommer eine ähnlich brutale Prügelattacke gegeben. Ein dunkelhäutiger Portugiese, der friedlich auf der Parkbank saß, wurde mit Schlägen und Tritten gegen Kopf und Oberkörper lebensgefährlich verletzt. Die zwei Tatverdächtigen weisen den Mordvorwurf zurück.

Sieben Monate nach einem brutalen Angriff auf einen dunkelhäutigen Mann am Berliner Alexanderplatz hat am Freitag der Prozess gegen zwei mutmaßliche Schläger begonnen. Die 23 und 34 Jahre alten Männer müssen sich vor dem Berliner Landgericht wegen versuchten Mordes verantworten.

Das 48-jährige Opfer saß friedlich auf einer Parkbank am Neptunbrunnen, als es am 9. Juli 2013 plötzlich zum Angriff kam, sagte seine Anwältin Katharina Gamm. „Er wurde grundlos wegen seiner Hautfarbe beleidigt und direkt geschlagen.“ Das Opfer erinnert sich, als „Neger“ bezeichnet worden zu sein. Einer der Angeklagten räumte heute vor Gericht ein, das Wort verwendet zu haben. Als das Opfer am Boden lag, hätten beide Angeklagte den Mann gegen Kopf und Oberkörper getreten.

Der 48-Jährige, der in Berlin lebt und die Täter nicht kannte, wurde lebensbedrohlich verletzt. Er erlitt unter anderem eine leichte Hirnblutung. Die Täter ließen laut Anklage nur von ihrem Opfer ab, weil Passanten hinzu kamen und beherzt eingriffen.

Die beiden Angeklagten stammen aus Polen und arbeiteten als Bauhelfer in Berlin. Nach Angaben der Verteidiger waren sie zur Tatzeit betrunken und obdachlos. Sie befinden sich seit dem Vorfall in Haft.

Der Jüngere gab am Freitag vor dem Landgericht eine Schlägerei zu, bestritt aber eine Tötungsabsicht. „Ich wollte ihn auf keinen Fall schwer verletzen“, sagte der 23-Jährige. Auch sei er kein Rassist. Über seine Anwältin ließ er erklären, er habe den Mann um eine Zigarette gebeten. Als dieser mit einer Bemerkung ablehnte, habe er sich beleidigt gefühlt. „Danach gab es eine Schubserei, die leider zur Schlägerei wurde.“

Der zweite Angeklagte verweigerte die Aussage. Laut Anklage hat der 34-Jährige eine „Abneigung gegen Personen mit dunkler Hautfarbe sowie pure Lust an Gewalt„. Einige Wochen vor der Prügelattacke sollen die beiden Angeklagten einen obdachlosen Mann am Ostbahnhof mit Essensresten bespuckt und ihm ein Hakenkreuz ins Gesicht geschmiert haben. Verteidiger Mirko Röder sagte, es sei unklar, wie es zu dem Vorfall gekommen war. „Wir haben aber nicht den Eindruck, dass hier ein rassistischer Hintergrund anzunehmen ist.

Die Polizei hatte nach dem Tod von Jonny K. im Oktober 2012 ihre Präsenz auf dem Alexanderplatz nach und nach erhöht. Zunächst wurde ein zusätzlicher Funkwagen, das so genannte Kontaktmobil, eingeführt.

Vergangenem Herbst wurde das Personal noch einmal aufgestockt. Wochentags sind jetzt zwischen neun und 22 Uhr sechs zusätzliche Beamte im Einsatz.

Der Tod des 20-jährigen Jonny K. hatte internationales Entsetzen hervorgerufen. Er war nach einer Prügelattacke am Alexanderplatz an einer Hirnblutung gestorben. Sechs junge Männer wurden zu Haftstrafen verurteilt.

Wegen seiner Hautfarbe beleidigt und geschlagen?
Kein rassistischer Hintergrund?
Wegen Mordes angeklagt?
Sitzen in U-Haft?

Wo ist der Unterschied zu den Mördern von Jonny K.?

So langsam sollte auch dem letzten klar werden, dass die Justiz zu Gunsten von Moslems und nicht nur zu Ungunsten von Europäern agiert, sondern insbesondere gegen Deutsche.