Bandenmäßiger Betrug mit Teppichen, kassieren für mehrere Wohnungen Hartz4, diverse Clanmitglieder fahren dicke Benzen (auch direkt zum Arbeitsamt), Kinder klauen in Nachbarschaft, …

Als der in einem Betrugsverfahren angeklagte Jan Goman, genannt Fränki, den SPIEGEL-TV-Reporter sieht, schlägt er direkt zu. Mitten im Gerichtssaal. Blitzschnell reagiert das Wachpersonal und ringt den Fünfzigjährigen zu Boden. Es folgen tumultartige Szenen mit Anwälten, Familienangehörigen und Sicherheitspersonal, die öffentliche Ordnung am Landgericht Köln gerät an diesem Tag im Januar kurzzeitig ins Wanken.

Eigentlich hätte Fränki trotz 25 Vorstrafen und laufender Bewährung zur Tatzeit allen Grund gehabt, entspannt zu sein. Denn vor Prozessbeginn hatten sich er und fünf weitere Beschuldigte mit der Staatsanwaltschaft auf einen komfortablen Deal verständigt. Geständnisse gegen Bewährungsstrafen für zum Teil massive gewerbs- und bandenmäßige Betrugsdelikte an älteren Menschen in den Jahren 2008 bis 2010.

Die Gruppe ist Teil der berüchtigten Leverkusener Großfamilie Goman, ein Geflecht verwandter und verschwägerter Roma-Sippen, deren genaue Verwandtschaftsverhältnisse Behörden Kopfzerbrechen bereiten.

Fakt ist, dass seit vielen Jahren gegen Teile der Großfamilie regelmäßig ermittelt wird, oft geht es um Betrug. Nach konservativen Schätzungen von Behörden sind mindestens mehrere Dutzend Clanmitglieder in Leverkusen Polizei bekannt.

„Man hat meine Mutter regelrecht ausgepresst. Bis zum letzten Pfennig“, sagt die Hamburger Rechtsanwältin Bettina-Axenia Bugus. Der Fall ihrer Mutter Gertrud Bugus war Teil des Kölner Verfahrens und verdeutlicht die Vorgehensweise der Täter, denen es letztlich immer nur um eines geht: möglichst viel Bargeld von gutgläubigen Senioren zu erbeuten. Über zwei Jahre erschlich sich die Bande um den Hauptbeschuldigten Richard Kwiatkowski das Vertrauen der allein lebenden Witwe und brachte sie um ihre Ersparnisse.

Der geschätzte Gesamtschaden beläuft sich im Fall Bugus auf 40.000 Euro, in Protokollen abgehörter Telefonate spricht Betrüger Kwiatkowski, Spitzname Ricardo, gar von 60.000 Euro Beute.

Wie viele Menschen von der Gruppe insgesamt ausgenommen wurden, lässt sich nur schwer sagen. Bei Durchsuchungen fanden Ermittler Listen mit Hunderten Namen und Adressen, die aus Telefonbüchern oder auch aus alten Kundenlisten von Teppichhäusern stammen könnten.

Wie fleißig die Leverkusener Bande war, zeigen auch die Telefonverbindungen. Innerhalb weniger Monate fielen 16.000 Gesprächsdatensätze an. Die Auswertung solcher Datenmengen kostet Zeit. Hinzu kommt, dass sich die Täter in Gesprächen untereinander meist nur bei ihren Roma-Namen nennen. Für eine Zuordnung dieser Spitznamen zu realen Personen sind detaillierte Kenntnisse der Beziehungsstrukturen innerhalb der Großfamilie nötig. Und die tut häufig alles, um diese zu verschleiern.

Das weiß auch Reinhard Buchhorn, Oberbürgermeister von Leverkusen. Ein großer Teil des Goman-Clans bezieht staatliche Leistungen, gleichzeitig parken häufig dicke Karossen vor der Tür. „Viele Fahrzeuge sind auf Dritte zugelassen und entziehen sich somit unserem Einfluss. Das macht es sehr schwierig, die Beweislast liegt nun mal beim Staat“, sagt Buchhorn. Auch die Klärung einer Vaterschaft sei manchmal nahezu unmöglich. Und so fließen womöglich Unterstützungsgelder für Kinder, deren Erzeuger eigentlich für sie aufkommen müssten. „Einmal war ein Familienmitglied bei mir im Büro. Ich fragte sie, wer denn nun der Vater ihres Kindes sei. Sie sagte nur, sie wisse es nicht, auf dem Parkplatz sei es so dunkel gewesen. Was wollen Sie da machen?“

Als Oberhaupt der Großfamilie gilt der 60-jährige Jan Goman, Namensvetter von Fränki, besser bekannt unter seinem Spitznamen Morro. Der sechsfach vorbestrafte Clanchef ist kein unbeschriebenes Blatt, verurteilt wurde er nach Recherchen von SPIEGEL TV unter anderem wegen Körperverletzung und Besitzes einer halbautomatischen Waffe. Zusammen mit seiner Ehefrau lebt er in einer Villa im Leverkusener Stadtteil Schlebusch, die gleichzeitig auch Sitz einer Immobilienfirma ist.

 Da kann man ja direkt neidisch werden wenn man hört, dass solche Zigeuner ihr Unwesen treiben und auch noch Bewährung bekommen und sich über die Justiz kaputt lachen.

Besser wäre es wohl, wenn die Justiz sich mal von ihrer starken Seite zeigen würde, was sie sich nur ja nur noch bei der Deutschen Bevölkerung traut, und die Verbrecher für mehrere Jahre einsperrt und deren Besitz einzieht und die Geschädigten entschädigt.
Aber man lässt die Geschädigten lieber auf dem Schaden sitzen und belässt die Beute bei den Verbrechern.

Die Justiz und die Politik sind ebenso schuldig wie die Verbrecher die man gewähren lässt und auch noch mit Kuschelurteilen wieder auf ihre Opfer los lässt.