In Brasilien ist es ein ausdrückliches Ziel die Vertreibung der unteren Klassen aus den Stadtzentren voranzutreiben. Da in diesem Monat die Fußball Weltmeisterschaft stattfindet und in 2016 die Olympischen Spiele, sagte sagte Nelma Gusmão de Oliveira von der State University of Southwest Bahia.
Hier findet eine klare ethnische „Säuberung “ statt, sagte sie weiter. Die Menschen werden aus den Städten in abgelegene Gebiete verfrachtet und sollen sich dort aus nichts wieder eine neue Existenz aufbauen, wohlwissend, dass eine neue Säuberungswelle sie auch von dort vertreiben kann.
Selbst Amnesty International kritisierte diese ethnische Säuberung. Sie kritisierten unter anderem auch die über 38.000 unnötigen Zwangsräumungen in Rio de janeiro, welche mit den olympischen Spielen entschuldigt wurden.

Laut Oliveira hätte man, wenn Infrastruktuelle Projekte in den Vierteln der Wohlhabenden nötig gewesen wären, man viel vorsichtiger vorgegangen wäre. Man hätte versucht Abrisse zu verhindern und ebenso hätte man versucht die Bewohner so wenig wie möglich zu stören.

Doch in den Armenvierteln und Favelas sieht sich Brasilien nicht genötigt auf Menschenrechte zu achten. So werden sie massiv mit brutaler Gewalt vertrieben, oder einfach getötet.
Auch werden sie nicht unterrichtet, dass Bulldozer anrücken, sie kommen einfach, bei Tag oder bei Nacht.
Es gibt keine Rücksicht, alles nur um „saubere“ Städte für die Fußball Weltmeisterschaft 2014 und die olympischen Spiele 2016 zu haben.