Mancher Beamte mag zwar während seiner Arbeit weitgehend leblos erscheinen. Im Falle eines finnischen Finanzbeamten aber täuschte dieser Eindruck nicht. Während seine Kollegen glaubten, dass er mit angestrengter Konzentration über Steuerklärungen brütete, war der Mann in Wirklichkeit schon zwei Tage tot.

Erst nach zwei Tagen bemerkten Kollegen das Ableben des finnischen Finanzbeamten. Der 60-Jährige starb bereits am vergangenen Dienstag an seinem Arbeitsplatz, seine Kollegen kamen aber erst am Donnerstag dahinter, dass er nicht versunken über Steuererklärungen brütete, wie die Zeitung „Ilta Sanomat“ am Montag berichtete.

„Er arbeitete oft allein und besuchte Unternehmen“, erklärte eine Sprecherin der Finanzbehörden in Helsinki den Vorfall. Seine Kollegen, die normalerweise mit ihm Mittagessen oder Kaffeetrinken gegangen seien, hätten zudem zum Zeitpunkt seines Todes viele Konferenzen und Außentermine gehabt, so dass sie erst so spät aufmerksam wurden.