Seit mehr als zwei Wochen wird Kobane von den barbarischen Angriffen der IS Terroristen in Schach gehalten. Hunderttausende flohen über die nahe Grenze zur Türkei um im dortigen Kurdengebiet Zuflucht und Sicherheit zu finden.

Zwar gibt es noch kurdische Kämpfer, die sich den IS Truppen entgegenstellen, aber die Terroristen eroberten binnen zwei Tagen 60 Dörfer und wen sie in ihre Fänge bekommen, der wird, gekreuzigt, geköpft oder erschossen. Frauen werden massenvergewaltigt und anschliessend als Sklavinnen verkauft oder ebenfalls bestialisch gemeuchelt. Wie zum Beispiel zerreissen des Körpers zwischen zwei Autos.

Für die Türkei ist dies ein Grund nicht einzugreifen, lösen die Terroristen des Islamischen Staates doch ihr Kurdenproblem. Und die Türken können ihre Hände in scheinbarer Unschuld waschen.

Ein weiterer Vorteil für die Türkei ist, dass die Stadt Kobane so nah an ihrer Grenze ist, da können die IS Terroristen, nach Eroberung von Kobane, gleich einen Abstecher in das türkische Kurdengebiet unternehmen und die ansässigen wie flüchtigen Kurden weiter metzeln.

Dafür gibt es ja denn auch die diplomatische Vertretung des IS in Ankara und ein Rückzugsgebiet für die IS Terroristen.

FR-Online berichtet, dass die Türkei keinerlei Interesse hat den Kurden auch nur ansatzweise zur Hilfe zu kommen und zitiert den Ministerpräsident Davutoglu, der klar stellt: „Wenn man in Kobane eingreife, müsse man in ganz Syrien intervenieren.“
Davutoglu unterstrich, sein Land habe seit Beginn der Kämpfe um Kobane im vergangenen Monat mehr als 185.000 vor allem kurdischen Flüchtlingen Schutz geboten. Das sei mehr, als Europa seit Beginn des syrischen Bürgerkrieges vor rund dreieinhalb Jahren aufgenommen habe.
Dafür aber will das türkische Parlament am liebsten in Syrien einmaschieren und das Regime des Machthabers Baschar al-Assad, den sie für das Erstarken von IS mitverantwortlich macht, bekämpfen und dessen Sturz herbeiführen.
Dafür wurde am vergangenen Donnerstag mit großer Mehrheit eine Resolution verabschiedet.